Aktuell haben nur ausgewählte Museen, Ausstellungen und Einrichtungen der Staatlichen Museen zu Berlin für den Publikumsverkehr geöffnet. Für den Besuch erforderliche Zeitfenstertickets können online oder an der Kasse gekauft werden. Weitere Informationen

Staatliche Museen zu Berlin zählen 2019 mehr als 4 Millionen Besucher*innen

31.01.2020

Mit mehr als 4 Millionen Besucher*innen im Jahr 2019 konnten die Staatlichen Museen zu Berlin ihre Besuchszahlen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich steigern. Der größte Andrang herrschte auf der Museumsinsel – insbesondere in der im Juli des Jahres eröffneten James-Simon-Galerie.

Die Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz zählten im Jahr 2019 gemeinsam mit dem Musikinstrumenten-Museum – Staatliches Institut für Musikforschung insgesamt 4.188.000 Besuche. Erfasst wurden 16 Sammlungen in derzeit 19 für Besucher*innen zugänglichen Museen und Einrichtungen. Im Vergleich zum Vorjahr (2018: 3.793.000) entspricht dies einem Zuwachs von mehr als 10 Prozent und ist der höchste Wert seit 2013. Vergleicht man die Gesamtbesuchszahl mit der Zahl sämtlicher Einwohner*innen und Tourist*innen Berlins im Jahr 2019, so hat rein rechnerisch rund ein Viertel davon Einrichtungen der Staatlichen Museen zu Berlin besucht.

Generaldirektor Michael Eissenhauer vollauf zufrieden

„2019 war ein entscheidendes Jahr und eines der erfolgreichsten für die Staatlichen Museen zu Berlin“, so Generaldirektor Michael Eissenhauer. „Dass wir gut 25 Prozent aller maximal erreichbaren Einwohner und Besucher der Hauptstadt mobilisieren konnten, stellt auch im internationalen Vergleich mit Metropolen wie New York, Paris und London einen großen Erfolg da. Die Eröffnung der James-Simon-Galerie markierte 2019 nicht nur einen wichtigen Schritt für die Vollendung des Masterplans Museumsinsel, sie war auch der Startschuss für die nun bald anstehenden Wiedereröffnungen weiterer, schmerzlich vermisster Standorte und Sammlungen: In den beiden kommenden Jahren werden die Friedrichswerdersche Kirche und die Neue Nationalgalerie sowie das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum den universellen Sammlungsbestand der Staatlichen Museen zu Berlin endlich wieder komplettieren.“

Die James-Simon-Galerie als neuer Besuchermagnet

Die Besuchszahlen 2019 konnten vor allem von der am 12. Juli eröffneten James-Simon-Galerie als zentralem Empfangs- und Servicegebäude der Museumsinsel Berlin profitieren. Allein diese konnte seitdem mehr als 1,1 Millionen Besuche verzeichnen: Zu den 338.000 Besuchen in der James-Simon-Galerie selbst kommen anteilig die Besuche, die das Gebäude seit der Eröffnung zum Eintritt in das Pergamonmuseum (412.000 Besuche seit Juli 2019, gesamt: 804.000) und das Neue Museum (410.000 Besuche seit Juli 2019, gesamt: 828.000) nutzten. Beide Museen konnten damit ihre Vorjahresbilanz (Neues Museum 2018: 770.000, Pergamonmuseum 2018: 780.000) nochmals steigern.

Ein Viertel mehr Besucher*innen auf der Museumsinsel

Das Bode-Museum steigerte mit 260.000 Besuchen sein Vorjahresergebnis (2018: 245.000), während das Alte Museum mit 204.000 Besuchen (2018: 282.000) Verluste hinnehmen musste. Das im November 2018 eröffnete temporäre Ausstellungsgebäude Pergamonmuseum. Das Panorama konnte 276.000 Besuche verbuchen. Haus Bastian, das am 31. August 2019 eröffnete Zentrum für kulturelle Bildung, erreichte mit seinem veranstaltungsbasierten Vermittlungsangeboten bereits rund 9.000 Nutzer*innen. Die Museumsinsel Berlin konnte damit 2019 einen Anstieg von gut 25 Prozent auf 3.095.000 Besuche (2018: 2.487.000) verzeichnen – der höchste Wert seit 2011 – und hat damit am Gesamtergebnis einen Anteil von rund 74 Prozent.

Neues Museum ist besuchsstärkstes Haus

Das Neue Museum ist mit 828.000 Besuchen das besuchsstärkte Haus der Staatlichen Museen zu Berlin, gefolgt vom Pergamonmuseum, dass trotz sanierungsbedingter Teilschließung 804.000 Besuche verzeichnen konnte und damit aufgrund der reduzierten Fluchtwege seine Kapazitätsgrenze erreicht hat. Es folgen in der Gesamtbetrachtung aller Häuser die Alte Nationalgalerie mit 376.000 (2018: 360.000), die Gemäldegalerie mit 310.000 (2018: 303.000) und der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin mit 308.000 Besuchen (2018: 314.000).

Größerer Andrang auch am Kulturforum

Das Kulturforum konnte 2019 mit rund einer halben Million Besuche sein Vorjahresergebnis steigern (2019: 493.000, 2018: 476.000). Die Gemäldegalerie ist mit 310.000 Besuchen wie im Vorjahr (2018: 303.000) das Zugpferd des Standortes – auch dank der Sonderausstellung „Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance“, die mit 192.000 Besuchen die erfolgreichste Sonderausstellung des Jahres 2019 war. Es folgen das Musikinstrumenten-Museum – Staatliches Institut für Musikforschung mit 53.000 (2018: 55.000), das Kunstgewerbemuseum mit 51.000 (2018: 65.000), das Kupferstichkabinett mit 46.000 (2018: 36.000) und die Kunstbibliothek mit 33.000 Besuchen (2018: 17.000).

Nationalgalerie: Mehr als 800.000 Besucher*innen an vier Standorten

Die Sammlung der Nationalgalerie zählte in ihren derzeit vier zugänglichen Museen – Alte Nationalgalerie (376.000), Hamburger Bahnhof (308.000), Museum Berggruen (74.000) und Sammlung Scharf-Gerstenberg (49.000) – insgesamt 807.000 Besuche (2018: 789.000). Die erfolgreichste Sonderausstellung der Nationalgalerie war „Emil Nolde – Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus“ im Hamburger Bahnhof mit 150.000 Besuchen. Die Neue Nationalgalerie – seit dem 1. Januar 2015 sanierungsbedingt geschlossen – wird 2021 wiedereröffnet. Bereits im September 2020 öffnet die Friedrichswerdersche Kirche als Standort der Nationalgalerie nach langer Sanierung wieder.

Stabilität und Zuwächse auch in abgelegeneren Häusern

Das Museum für Fotografie konnte mit Ausstellungen der Kunstbibliothek und der Helmut Newton Stiftung mit rund 128.000 Besuchen wiederum einen erfreulichen Zuwachs verzeichnen (2018: 123.000). Die Besuchszahl des Museums Europäischer Kulturen am Museumsstandort Dahlem blieb mit rund 24.000 Besuchen stabil (2018: 24.000). Dies ist besonders vor dem Hintergrund erfreulich, dass die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst in Dahlem seit Januar 2017 geschlossen sind, um 2021 im Humboldt Forum wiederzueröffnen. Die Dependance des Kunstgewerbemuseums im Schloss Köpenick zählte 2019 17.000 Besuche (2018: 14.000).