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"Form versus Function. Mies und das Museum". Kolloquium zur Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie

01.12.2014
Neue Nationalgalerie

Am 27. und 28. November 2014 veranstalteten die Staatlichen Museen zu Berlin ein wissenschaftliches Kolloquium, das erstmalig die von David Chipperfield Architects geplante denkmalgerechte Sainierung für die Neue Nationalgalerie thematisierte und die Bedeutung des Baus von Mies van der Rohe für die Architekturgeschichte in den Fokus rückte. Vor rund 400 Gästen sprachen Architekten, Künstler, Wissenschaftler, Denkmalpfleger und Kuratoren über die doppelte Rolle des Gebäudes, zugleich bedeutendes Denkmal und herausragendes Museum zu sein.

Der britische Architekt David Chipperfield legte die Grundideen der Baumaßnahme dar, ergänzt durch Vorträge von Alexander Schwarz, Martin Reichert und andere Architekten des Berliner Büros, die die komplexe Bauaufgabe sowohl strukturell als auch methodisch anhand von Fallbeispielen erläuterten. Der eindrucksvolle und sehr persönliche Bericht des Enkels von Mies van der Rohe und damaligen Projektleiters, Dirk Lohan, vom Planungs- und Bauprozess der Neuen Nationalgalerie in den 1960er Jahren bildete den Höhepunkt der Veranstaltung.

Weitere Vorträge widmeten sich einer Reflexion der spezifischen ästhetischen und musealen Bedingungen des Ausstellungsgebäudes durch den Sammlungsleiter Joachim Jäger sowie unter anderem aus kulturwissenschaftlicher Perspektive durch Beatriz Colomina, aus architekturtheoretischer Sicht durch Fritz Neumeyer und aus Sicht der Denkmalpflege durch Kerstin Wittmann-Englert. Die Moderation hatten Lothar Fehn Krestas vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie Claudia Perren, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau.