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Restaurierung in der Neuen Nationalgalerie

Kunsthistorisch, sowie auch kunsttechnologisch ist die Kunst des Anfangs des 20. Jahrhunderts so vielseitig wie kaum eine andere Epoche. Im Übergang von traditionsgebundenen Vorgehensweisen hin zu einer freieren, sich von der Werkstatttradition lösenden Praxis entstehen die unterschiedlichsten Techniken, Materialien und Stile, die heute insbesondere Restaurator*innen vor besondere Herausforderungen stellen, ein geschultes Auge sowie eine exakte Untersuchungspraxis erfordern. Grenzen zwischen den Werken der Künstler*innen und Spuren von Überarbeitungen durch sie selbst oder andere sind oft fließend und lassen sich nicht ohne Weiteres ausmachen.

Geprägt ist die Malerei des frühen 20. Jahrhunderts durch abstrakte Kompositionen, mehrschrittige Arbeitsprozesse, die Verwendung neuer, handelsfertiger Produkte, Experimentierfreudigkeit und außergewöhnliche Materialkombinationen. Nicht auszuschließen sind dabei Schäden und Veränderungen, die auf maltechnische Phänomene zurückzuführen sind sowie unsachgemäße Handhabung beziehungsweise spätere Überarbeitungen und Restaurierungen. Eine ausführliche Untersuchung der verschiedenen Werkkomponenten ist unerlässlich für die Konservierung und Restaurierung dieser Werke.