Letzte Chance: 24-Stunden-Screening von Christian Marclays „The Clock“ ab 23. Januar 2026 um 10 Uhr

Bis einschließlich 25. Januar 2026 sind die Öffnungszeiten für Teile der Neuen Nationalgalerie bis 20 Uhr verlängert. Details

Monica Bonvicini
I do You

25.11.2022 bis 01.05.2023
Neue Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie zeigt in einer umfassenden Einzelausstellung das einflussreiche Werk der Künstlerin Monica Bonvicini. Unter dem Titel „I do You“ sind speziell für den Bau von Mies van der Rohe entwickelte architektonische Installationen zu sehen, die den Besucher*innen ungewohnte Perspektiven eröffnen. Der ikonische Museumsraum wird dadurch umgewertet zu einem stark körperlich erfahrbaren Reflexionsraum über die traditionell männlich konnotierte Macht von Architektur.

Bonvicinis ortspezifische Installation in der Neuen Nationalgalerie versteht sich als feministische Aneignung des von Mies van der Rohe konzipierten Raumes, den sie durch architektonische Eingriffe grundlegend verändert. Bereits der Eingang ist mit einer Wand verstellt, die an das hohe Dach gelehnt ist und dieses noch überragt. Im Innenraum definiert ein begehbares Podest die auf Weite und Transparenz ausgerichtete Ausstellungshalle neu. Die verspiegelte Plattform eröffnet den Besucher*innen ungewohnte Perspektiven, konfrontiert sie mit sich selbst und ihrer Präsenz im Raum und ermöglicht die Betrachtung der rundum verglasten Halle und ihrer äußeren Umgebung von einem erhöhten Standpunkt aus.

Neben den architektonischen Eingriffen sind ausgewählte skulpturale Arbeiten aus Bonvicinis Oeuvre zu sehen, mit denen die Besucher*innen auch interagieren können: Beispielsweise sind ihre benutzbaren „Chain Swings“ (2022) in die Ausstellung integriert, jeweils für zwei Personen konzipierte Schaukeln, die durch ihre Materialität aus Stahl und Ketten eine visuelle Verbindung zu subversiven Handlungen und Räumen herstellen. Eine Serie neuer Lichtarbeiten, bestehend aus LED-Neonröhren, die von Hand mit elektrischen Kabeln verwebt wurden, erhellen als skulpturale Struktur eine Ecke der Halle. Teil der Ausstellung ist auch die frühe Arbeit „2 Tonnen Alte Nationalgalerie“ (1998), die aus abgetragenem Schutt von der klassizistischen Fassade der Alten Nationalgalerie besteht. Beim Umrunden der gläsernen Halle auf der Terrasse hören die Besucher*innen die neue Soundarbeit „Retrospective“ (2022), die mit der Rezitation von Werktiteln Bonvicinis aus den letzten drei Jahrzenten ihre konzeptionelle Verwendung von Sprache verdeutlicht. Im Zusammenspiel mit weiteren Licht-, Film- und Soundarbeiten vermittelt die Ausstellung Bonvicinis Medien-vielfalt und ihre zentralen Themen Feminismus und Architektur sowie die damit verbundene Infragestellung nach der Rolle der Institution.

Kuratorisches Team

Die Ausstellung wird kuratiert von Joachim Jäger und Irina Hiebert Grun.


Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie mit freundlicher Unterstützung der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Gaggenau Hausgeräte GmbH, die Ihr Engagement für die Neue Nationalgalerie damit fortsetzen.

Die Ausstellung wird von der Rudolf Augstein Stiftung unterstützt.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Montaggeschlossen
Dienstag10 bis 20 Uhr
Mittwoch10 bis 20 Uhr
Donnerstag10 bis 20 Uhr
Freitag10 bis 20 Uhr
Samstag10 bis 20 Uhr
Sonntag10 bis 20 Uhr
Hinweis: Die verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr gelten für die Ausstellungen „Christian Marclay. The Clock“, „Max Ernst bis Dorothea Tanning“, „Gerhard Richter“ und den Amerikanersaal der Sammlungspräsentation „Zerreißprobe“. Die anderen Säle der „Zerreißprobe“ und „Christoph Schlingensief“ sind weiterhin jeden Tag bis 18 Uhr geöffnet.

Hinweis: Der „Birkenau“-Zyklus (2014) wird vorübergehend nicht in der Neuen Nationalgalerie zu sehen sein, da er bis zum 2. März 2026 in der Fondation Louis Vuitton in Paris ausgestellt wird.

Eingang für Besuchende

Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

U-Bahn: Potsdamer Platz
S-Bahn: Potsdamer Platz
Bus: Potsdamer Brücke, Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße, Kulturforum, Philharmonie

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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Weiterführende Links

Website zur Ausstellung