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European Architectural Heritage Intervention Award für denkmalgerechte Sanierung der Neuen Nationalgalerie

06.06.2023
Neue Nationalgalerie

Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie gilt als Ikone der Moderne und wurde von 2015 bis 2021 grundlegend saniert. Die von David Chipperfield Architects durchgeführte Sanierung wurde nun mit dem „European Architectural Heritage Intervention Award” in Barcelona ausgezeichnet.

Die denkmalgerechte Sanierung der Neuen Nationalgalerie wurde mit dem „European Architectural Heritage Intervention Award” in Barcelona geehrt. Der Preis wird alle zwei Jahre von einer Vereinigung europäischer Akteure im Bereich Architektur vergeben und honoriert beispielhafte Projekte im Bereich Architektonisches Kulturerbe. Aus insgesamt 241 Projekten kürte die internationale Jury unter der Leitung der Architekt*innen Dikkie Scipio, Susana Valbuena und Kimmo Lintula die „Grundinstandsetzung der Neuen Nationalgalerie Berlin“ als Sieger in der Kategorie „Gebautes Erbe“.

In der Begründung der Jury heißt es, das Gebäude sei im Rahmen einer sorgfältigen Intervention wieder in seinen Originalzustand gebracht worden, „als sei nie etwas passiert“. Der bauliche Eingriff sei akribisch bis ins letzte technische Detail durchgeführt worden und habe ein kraftvolles architektonisches Statement hervorgebracht, das „Architektur, Erbe und Intervention auf höchstem Niveau repräsentiert.“

Die Neue Nationalgalerie gehört zum Spätwerk des weltberühmten Architekten Ludwig Mies van der Rohe und gilt als Ikone moderner Baukunst. Sie wurde 1968 eröffnet und beherbergt seither die Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts der Nationalgalerie. Die Sanierung des Hauses wurde von 2015 bis 2021 unter strengen Denkmalschutz-Auflagen von David Chipperfield Architects durchgeführt. So wurde konsequent auf die Aufarbeitung und Wiederverwendung der originalen Bauteile und Materialien gesetzt und nur in Ausnahmefällen auf neue Baumaterialien zurückgegriffen. Gleichzeitig erfuhr das Haus eine grundlegende Modernisierung, etwa in den Bereichen Klimatisierung, Elektronik und Sicherheit, die es für die Ansprüche an ein Museum im 21. Jahrhundert ertüchtigt.