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Bestandskatalog Bildhauerei der Nationalgalerie Berlin – das 19. Jahrhundert

Schmückten bei der Eröffnung der Nationalgalerie 1876 gerade 16 Skulpturen die Räumlichkeiten, wuchs die Sammlung durch Ankäufe und Schenkungen der Direktoren über mehr als ein Jahrhundert stetig an. Heute gilt der Skulpturenbestand der Alten Nationalgalerie als die umfassendste Sammlung skulpturaler Kunst des langen 19. Jahrhunderts und nimmt quantitativ wie qualitativ eine exzeptionelle Stellung innerhalb der deutschen Museumslandschaft ein.

Herausragende Werke von namhaften nationalen sowie internationalen Künstlerinnen und Künstlern darunter Reinhold Begas, Antonio Canova, Edgar Degas, Max Klinger, Aristide Maillol, Constantin Meunier, Elisabet Ney, Auguste Rodin, Berthel Thorvaldsen, oder aber auch weniger bekannte Künstler sind in der Sammlung vertreten. Als umfangreiche Konvolute kamen große Teile der Nachlässe der Protagonisten der Berliner Bildhauerschule Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch ins Museum.

Erste vollständige Bestandsaufnahme 2006

Die zweibändige von Bernhard Maaz 2006 herausgegebene Publikation „Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert. Bestandskatalog der Skulpturen“, war die erste vollständige Erfassung, wissenschaftliche Erarbeitung und kommentierte Veröffentlichung von Nationalgaleriebeständen. Sie umfasste 1465 Werke der Bildhauerei aus der Zeit zwischen der französischen Revolution und dem Ersten Weltkrieg. Ohne Priorisierung der künstlerischen Anerkennung aber auch der im Laufe der Zeit veränderten Wertschätzung verschiedener Materialien, wurden Werke unterschiedlichster Werkstoffe beschrieben. Neben den vermeintlich „edlen“ auf Dauerhaftigkeit angelegten Bildhauermaterialien wie Marmor oder Bronze, finden sich auch etliche Arbeiten in fragilem Gips und Alabaster, aus Wachs, Ton, Holz oder Elfenbein. Mitunter in unterschiedlicher Kombination und differierenden Farbfassungen, darunter Originalmodelle, Abgüsse oder Unikate.

Die zweibändige Veröffentlichung entstand innerhalb von zwei Jahrzehnten und strebte eine Revision der, vor allem durch die Wiedervereinigung der Staatlichen Museen zu Berlin und die Zusammenlegung der Bestände von Ost und West, immer komplexer gewordenen Sammlung an. Er schließt auch jene Werke mit ein, die außerhalb der Alten Nationalgalerie gezeigt werden. Hier insbesondere in der von Karl Friedrich Schinkel erbauten und seit 1987 als Museumskirche und Dependance der Alten Nationalgalerie für Skulpturen genutzten Friedrichswerderschen Kirche unweit der Museumsinsel sowie die im Christian Daniel Rauch-Museum in Bad Arolsen ausgestellten Leihgaben der Nationalgalerie. Nicht enthalten sind Fremdbesitze und Kriegsverluste, die in separaten Bänden dokumentiert wurden. Die in der gedruckten Publikation kommentierenden Werktexte werden mit neuen Forschungserkenntnissen ergänzt, Werke neu fotografisch aufgenommen und sukzessive online gestellt.