Church for Sale
Werke aus der Sammlung Haubrok und der Sammlung der Nationalgalerie

28.11.2021 bis 19.06.2022
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Zu seinem 25-jährigen Jubiläum zeigt der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin in einer eigens für diesen Anlass entwickelten raumgreifenden Architektur in der Historischen Halle des Museums bedeutende Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie und aus der Sammlung Haubrok.

Die in der Ausstellung vertretenen Künstler*innen begreifen Kunst als politische Tätigkeit, die sich gegen allgegenwärtige Gewalt und Aggression, gegen Ausgrenzung und mangelnden Schutz von lebensrelevanten Gemeingütern richtet. In ihren Werken thematisieren sie die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz in ihrer sozialen und kulturellen Umgebung und untersuchen Machtstrukturen im privaten und öffentlichen Raum.

Die Ausstellung „Church for Sale“ ist betitelt nach einer Werkserie von Edgar Arceneaux aus dem Jahr 2013, die Anzeigetafeln aus der vom finanziellen Bankrott bedrohten Stadt Detroit zeigt, auf denen für den Verkauf von Kirchenräumen und mithin von gemeinschaftsbildenden Versammlungsräumen geworben wird. Sie versammelt Kunstwerke, die das Spannungsfeld zwischen Härte und Verletzlichkeit in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten ausloten. Die Schau umfasst Skulpturen, Fotografien, Grafiken, Wand- und Videoarbeiten von Edgar Arceneaux, Siah Armajani, Christoph Büchel, Tom Burr, Claire Fontaine, Jenny Holzer, Alfredo Jaar, Emily Jacir, Carolyn Lazard, Park McArthur, Rodney McMillian, Bruce Nauman, Cady Noland, Ruben Ochoa, Santiago Sierra und Kara Walker. 

Die von b+ (Arno Brandlhuber, Florian Jaritz, Gregor Zorzi) konzipierte Architektur greift die Thematik der Ausstellung auf, indem sie kritisch Bezug nimmt auf den für das Areal rund um das Museum gültigen Bebauungsplan und auf die noch nicht völlig geklärte Zukunft des für die Kunst genutzten Gebäudeensembles des Hamburger Bahnhofs. Sie übersetzt die aus der Flucht der Baugrenze resultierende zweidimensionale Linie in eine dreidimensionale Wand, die die Historische Halle von Norden nach Süden in zwei Teile zerschneidet. 

Die Ausstellung führt die 2009 begonnene Zusammenarbeit mit der Haubrok Foundation fort. Seitdem besteht ein langfristiger Leihvertrag über dreizehn herausragende Werke der Haubrok Foundation, die in den vergangenen Jahren im Hamburger Bahnhof und in anderen Häusern der Nationalgalerie zu sehen waren, darunter Werke von Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Olafur Eliasson, Paola Pivi, Gregor Schneider, Tino Sehgal, Andreas Slominski und Florian Slotawa.

Kuratiert von Gabriele Knapstein

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

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Mo geschlossen
Di 10:00 - 18:00
Mi 10:00 - 18:00
Do 10:00 - 18:00
Fr 10:00 - 18:00
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Am Donnerstag, dem 9. September 2021 bleibt der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin bis 14 Uhr für Besucher*innen geschlossen.

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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