Bitte beachten Sie: Die Sonderausstellung „Caspar David Friedrich. Unendliche Landschaften“ ist dienstags bis sonntags bereits ab 9 Uhr geöffnet und zusätzlich donnerstags bis samstags bis 20 Uhr.

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Künstler*innen-Residenz am Ethnologischen Museum und Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum Berlin

01.12.2022
Humboldt Forum

Das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin laden bildende Künstler*innen und Designer*innen ein, sich im Rahmen einer Künstler*innen-Residenz für einen Zeitraum von drei Monaten im ersten Halbjahr 2023 mit der Ausstellung „Den Westen entdecken“ in den Galerien zu Nordafrika, West- und Zentralasien im Humboldt Forum zu beschäftigen.

Mit Eröffnung der letzten Ausstellungsflächen im Humboldt Forum Berlin streben das Ethnologische Museum sowie das Museum für Asiatische Kunst eine Fortführung und Stärkung ihres kooperativen Ansatzes an. Die Einbeziehung von künstlerischem Denken und Forschen ist dabei grundlegend, die Förderung der Zusammenarbeit und eines für alle Seiten produktiven Raumes für Künstler*innen, Forschende und Kurator*innen zentral.

Ausstellung „Den Westen entdecken“

Die Ausstellung „Den Westen entdecken (Discovery of the West)“ beschäftigt sich mit der Rezeption, Aneignung und Umdeutung ‚westlich‘ konnotierter Konzepte im Osmanischen und Persischen Reich des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Berichte von den Weltausstellungen in Wien und Paris wurden in Teheran, Istanbul, Damaskus oder Kairo interessiert und auch kritisch aufgenommen. Am Beispiel der Stadtumgestaltung, des Mode- und Möbeldesigns thematisiert die Ausstellung, wie sich die neuen Eindrücke in den materiellen und visuellen Kulturen dieser kosmopoliten urbanen Zentren ausprägten und zu konkreten politischen Maßnahmen führten. Auch Veränderungen von Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Wandel manifestieren sich in den ausgestellten Objekten. 

Künstler*innen-Residenz 

Im Rahmen der Residenz sind Künstler*innen eingeladen, sich mit den Themen und Objekten der Ausstellung auseinanderzusetzen und ihren Bedeutungen für das 21. Jahrhundert nachzugehen. Dabei könnten die gestalterischen und materialen Aspekte der Werke ebenso berücksichtigt werden wie die ihnen eigenen transkulturellen oder machtpolitischen Bezüge. Die vielfältigen Verbindungen in den Feldern von Kunst und Politik, die Blicke auf den ‚Westen‘, aber auch die mit den Unabhängigkeitsbewegungen entstehenden neuen politischen Allianzen könnten weitere Anknüpfungspunkte sein.

Weitere Informationen zu den Anforderungen, der Residenz und der Bewerbung bis zum 6. Januar 2023 gibt es als Download: Künstler*innen-Residenz am Ethnologischen Museum und Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum Berlin (PDF, 289 KB).