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In Persern Büchern steht's geschrieben
Jörg Ahrnt im zeichnerischen Dialog mit Ludwig Wilde

04.05.2006 bis 09.07.2006

Pergamonmuseum

Die Heidelberger Sammlung Prinzhorn besitzt ein aus der Anstalt Landeck übersandtes Heft des Langzeit-Patienten Ludwig Wilde. Zwischen 1914 und 1919 fertigte Wilde Zeichnungen an, die teils amorphe, teils sorgfältig symmetrisch gegliederte Flächenumrisse, in einzelnen Fällen auch groteske Kopffiguren zeigen. Wilde verstand die in langer Übung entstandenen Zeichnungen als eine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste.

Der 1965 geborene Frankfurter Künstler Jörg Ahrnt untersuchte Wildes Arbeiten, bemerkte eine Annährung Wildes an Prinzipien der islamischen Kunst und führte diese fort. Das Museum für Islamische Kunst kontrastiert die Werke in der Ausstellung mit persischen Originalzeichnungen und Bucheinbänden aus seinem Bestand und aus der Orientabteilung der Staatsbibliothek.