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Kommission zur Erforschung von Sammlungen Archäologischer Funde und Unterlagen aus dem nordöstlichen Mitteleuropa (KAFU)

Die politischen Veränderungen nach 1990 ließen die Idee reifen, die ehemaligen vor- und frühgeschichtlichen Sammlungen Ostdeutschlands und des Ostbaltikums, die nach dem Zweiten Weltkrieg zerstreut oder zerstört waren, zu rekonstruieren. Durch eine gezielte Bearbeitung der noch vorhandenen Reste archäologischer Sammlungen und Archivalien sollte die verlorene Quellenbasis wiederhergestellt werden.

Zu diesem Zweck wurde am 21. Juni 2001 in Berlin die "Kommission zur Erforschung von Sammlungen Archäologischer Funde und Unterlagen aus dem nordöstlichen Mitteleuropa (KAFU)" gegründet. Bereits 1997 hatten deutsche und polnische Fachleute aus Museen und Universitäten eine solche Kommission ins Leben gerufen, die dann 2001 mit einer vom Deutschen Archäologischen Institut finanzierten Geschäftsstelle am Museum für Vor- und Frühgeschichte auf eine organisatorische Grundlage gestellt werden konnte.

Die KAFU ist in Verbindung mit der Römisch-Germanischen Kommission bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelt, ihr Vorsitzender ist nach Satzung der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte. Seit 2001 finden alle zwei Jahre Kolloquien statt, die einen Überblick über den Stand der Bearbeitung und Erschließung der relevanten Quellen und zu den von der Kommission gestellten Aufgaben bieten sollen. Die KAFU finanziert zudem wissenschaftliche Publikationen, die sich mit dem für die Aufgaben der Kommission relevanten Material beschäftigen.


Ansprechpartner: Dr. Heino Neumayer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Museum für Vor- und Frühgeschichte
Dauer: seit 2001