Dieses Teilprojekt geht aus der Arbeit des Syrian Heritage Archive Project hervor und widmet sich der systematischen Schadensdokumentation in der stark zerstörten Altstadt von Aleppo.
Seit 2017 werden systematisch Schäden an den wichtigsten historischen Monumenten erfasst. Dabei werden Informationen zu Verwaltung, Historie und Lage der Objekte zusammengeführt. Auf dieser Basis entstehen Zustandsberichte mit einer Schnellbewertung (Rapid Damage Assessment) der wichtigsten Schäden sowie einer Einschätzung des dringlichsten Handlungsbedarfs und Empfehlungen zur Sicherung der Gebäude.
Die Schadensbewertung orientiert sich methodisch am europäischen Standard EN 16096 zur Zustandserhebung von Kulturerbe und greift auf das Fachwissen der Denkmalpflege zurück. Zudem werden UNESCO-Fragebögen zur Schadensbeurteilung als methodische Grundlage übernommen. Ziel ist es, fundiertes Detailwissen für die Wiederaufbauplanung bereitzustellen.
Seit dem Sommer 2025 wird in einem Pilotprojekt ein Quartier im Norden der Altstadt systematisch untersucht. Neben Haus-zu-Haus-Begehungen kommen auch Drohnenaufnahmen zum Einsatz. Die Gebäude werden lokalisiert, skizziert, fotografiert und durch Befragungen der Bewohner*innen ergänzt. Sämtliche Informationen werden in einem Geografischen Informationssystem (GIS) zusammengeführt und digital zugänglich gemacht.
Projektleitung: Issam Ballouz (bis 2020), Alaa Haddad (seit 2025)
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (bis 2020): Rami Alafandi, Eva Al-Habib Nmeir, Alaa Haddad
Kooperationspartner: Museum für Islamische Kunst, Deutsches Archäologisches Institut
Träger: Freunde des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum e.V.
Förderer: Auswärtiges Amt, Gerda Henkel Stiftung
Laufzeit: Juli 2017 bis Juli 2020, Neubeginn: 2025