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Bildungsprojekt: Gemeinsame Vergangenheit – Gemeinsame Zukunft II (BKM) Museum für Islamische Kunst bietet Unterrichtsmaterialien für Schulen und außerschulische Bildungsarbeit

Ob in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie in Kultur und Gesellschaft – in vielen Bereichen des Lebens zeigt sich, dass Europa und die islamisch geprägte Welt seit Jahrhunderten miteinander verbunden sind. Mit dem Bildungsprojekt „Gemeinsame Vergangenheit – Gemeinsame Zukunft II“ (GeZu II) möchte das Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin ein Bewusstsein für diese vielfältigen, historisch gewachsenen transkulturellen Verflechtungen vermitteln und sie erlebbar machen. Zugleich geht es darum, die Chancen einer zunehmend pluralen Gesellschaft zu erkennen und wahrzunehmen.

GeZu II erweitert das 2017 begonnene Vorläufer-Modellprojekt GeZu I des Museums um vielfältige transkulturelle Bildungsangebote für Schulen, Jugendeinrichtungen, Moscheegemeinden und Bildungsmedienverlage. Träger des Projekts ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gefördert wird es von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Möchten Sie als Lehrkraft Ihren Schüler*innen ein vielfältigeres Bild islamisch geprägter Kulturen vermitteln? Auf dem Online-Portal Islamic·Art erhalten Sie unter „Digitales Lernen“ ein breites Angebot an lehrplankonformen Unterrichtsmaterialien. Diese eignen sich für den bundesweiten Schulunterricht in den Fächern Kunst, Musik, Ethik/Religion, Geschichte und Politik.

Die umfangreichen Materialien für Lehrer*innen und Schüler*innen stehen auf der Bildungsplattform kostenlos zum Download zur Verfügung. In der Rubrik „Übersicht“ erfahren Sie, worum es inhaltlich in jedem Unterrichtsmodul geht. Hier werden Lernziele und Kompetenzen benannt und es sind sämtliche Arbeitsmaterialien zum Download hinterlegt.

Möchten Sie gleich ohne Download starten? Unter „Präsentation“ finden Sie Videos und Präsentationsfolien zum jeweiligen Unterrichtsmodul zur Nutzung im Online-Präsentationsmodus – zur direkten Übertragung per Beamer oder Whiteboard. Die Folien im Online-Präsentationsmodus können Sie nach Ihren Wünschen zusammenstellen – klicken Sie einfach die gewünschten Folien an oder wählen Sie Folien ab, die Sie auslassen möchten, und starten Sie die Präsentation.

Alle Lernmaterialien lassen sich nach Thema, Unterrichtsfach und Klassenstufe filtern.

Wählen Sie aus folgenden Unterrichtsmodulen:

Was wäre aus Elvis Presley oder Jimi Hendrix ohne die Erfindung der arabischen Laute namens Oud geworden? Was symbolisieren Blüten, Tiere und Muster auf Orientteppichen? Und wie lassen sich Museumsexponate filmisch zum Leben erwecken? In digitalen und analogen Workshops können Schulklassen und Lehrkräfte diesen und vielen anderen Fragen nachgehen.

Übersicht über die Online-Workshops

Übersicht über die analogen Workshops

Übersicht Lehrer*innenfortbildungen

Möchten Sie neue Vermittlungsmethoden für den Schulunterricht kennenlernen? Wünschen Sie sich Einblicke in digitale Tools? Das Museum für Islamische Kunst bietet folgende Fortbildungen kostenfrei für Lehrer*innen an:

  • Methodenwerkstatt: Einmal digital bitte! Dauer: 120 Min., Zielgruppe: LK, GS, Sek. I–II, Fächer: Deutsch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Sozialkunde, Sachkunde, Politische Bildung/ Politische Weltkunde, Ethik, Kunstunterricht, LER
  • Einführung: Kulturtransfer 2.0, Dauer: 90 Min., Zielgruppe: LK, Sek. Iؘ–II, Fächer: Deutsch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Sozialkunde, Sachkunde, Politische Bildung/ Politische Weltkunde, Ethik, Kunstunterricht, LER, Termin am 10. Mai 2023

Sind Bilder im Islam verboten? Wie lassen sich Islamthemen diversitätssensibel bebildern? Dürfen Bilder des Propheten Mohammed in Bildungsmedien und Schulbüchern abgedruckt werden? Um diese und viele anderen Fragen geht es in Workshops, Webtalk-Reihen, Kurzvideos und Handreichungen, die das Museum für Islamische Kunst in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Bildungsmedien |Georg-Eckert-Institut (GEI) erarbeitet hat. Die Angebote richten sich an Redakteur*innen von Bildungsmedien und Pädagog*innen. Ziel dieser Angebote und fachlichen Expertisen ist die diversitätsorientierte und fachlich fundierte Darstellung von islambezogenen Themen in Bildungsmedien und Unterricht.

Übersicht über die Handreichungen

Übersicht über die Videovorträge

Mehr als 2,7 Millionen türkeistämmige Menschen leben in Deutschland. Für diejenigen unter ihnen, die als sogenannte „Gastarbeiter*innen“ der ersten Generation eingewandert sind, war es besonders hart, in der „Fremde“ in Deutschland ein neues Heimatgefühl zu entwickeln. Oft stehen vor allem die Fließbandarbeit und die wirtschaftliche Dimension der „Gastarbeit“ im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Doch auch kulturell und musikalisch haben türkische Einwander*innen der ersten Stunde in der Bundesrepublik ein Kulturerbe geschaffen, das die deutschstämmige Bevölkerung kaum wahrnahm. In den Online-Stories wird die türkisch-deutsche Musikgeschichte von den 1960er Jahren bis in die 2000er Jahre erleb- und hörbar gemacht. Der Kurzfilm „Sounds aus der Seele – Musik zwischen Almanya und Deutschland“ des Regisseurs Mirza Odabaşı porträtiert wichtige Stimmen dieser Musikgeschichte.

In den Stories kommen türkeistämmige Menschen verschiedener Generationen zu Wort und erzählen von ihren Erinnerungen, Sehnsüchten und ihrer Beziehung zur Musik.

Die Sonderausstellung „Gurbet Şarkıları – Lieder aus der Fremde. Musik und Zugehörigkeit zwischen der Türkei und Deutschland (1961-2021)“ wurde anlässlich des 60. Jahrestags des Anwerbeabkommens zwischen der BRD und der Türkei vom 12. November 2021 bis 20. Februar 2022 im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum gezeigt. Die Ausstellung widmete sich dem Verhältnis zwischen Musikpraktiken, individuellen Biografien und gesellschaftlicher Verortung und machte die kulturellen Leistungen und unterschiedlichen Perspektiven der ersten, zweiten und dritten „Gastarbeitergeneration“ sichtbar.

Übersicht über die Stories

Spielend Wissen erwerben: Das historische Adventure Game für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene bietet spannende Rätsel im Escape-Game-Stil. Auf der Suche nach einem Heilmittel für den kranken Emir von Granada entdecken die Spielenden die Welt des medizinischen Wissens in Südeuropa, Nordafrika, West- und Zentralasien im 14. Jahrhundert. Als Pädagog*in einer Schule oder eines außerschulischen Lernortes erhalten Sie REMEDIO kostenfrei.

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Das Themenfeld „Migration“ ist oft negativ belegt und wird vor allem mit Defiziten in Verbindung gebracht. Mit der interaktiven Toolbox können Jugendliche zum Beispiel erfahren, dass die eigene Perspektive eine von vielen ist und sich mithilfe einer kritischen, aber wertschätzenden Diskussionskultur erweitern lässt. Die Toolbox eignet sich für moderierte Diskussionsformate in Jugendfreizeiteinrichtungen und an Schulen; entwickelt wurde sie in Kooperation mit dem Projekt „Multaka. An allen Projektphasen waren auch Jugendliche und junge Erwachsene beteiligt, die ihre Ideen in die Entwicklung einbrachten und die Box in der Praxis testeten.

Die Toolbox steht für die Vision einer gemeinsamen Zukunft für die ganze Gesellschaft: Sie motiviert zu einem wertschätzenden Miteinander. Damit ein lebendiger und gleichzeitig reflektierter Austausch gelingt, stehen den Jugendlichen (ab 12 Jahren/7. Klasse) „Multaka Guides“ zur Seite. Das Projekt „Multaka“ (Arabisch für „Treffpunkt“) bildet seit 2015 Menschen mit Flucht- und/oder Migrationserfahrung aus dem Nahen Osten zu Museumsführer*innen aus.

Interaktive Spiele und Übungen zu den Alltagsthemen Essen, Orte und Musik erleichtern den Zugang zu den Themenfeldern Migration, Mobilität und Transkulturalität sowie Ausgrenzung und Inklusion.

Die Toolbox richtet sich an Schulen und Jugendeinrichtungen in Berlin und wird vor Ort von einer oder einem Multaka-Guide kostenfrei durchgeführt. Termine für die je 90-minütigen Veranstaltungen gibt es auf Anfrage:

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Kann ein Gegenstand Menschen verbinden? Welche Einflüsse spiegeln sich in Form und Gestaltung verschiedener Objekte wider? Die kostenlos zum Download erhältlichen TAMAM-Bildungsmaterialien regen zum Forschen an und laden dazu ein, Selbstverständliches neu zu entdecken. TAMAM ist ein Projekt von Muslim*innen, um mehr kulturelle Bildung in Moscheen zu ermöglichen, aber auch Brücken zu bauen und religiöse Vielfalt erlebbar zu machen. So stehen die Materialien kostenlos auch all jenen zur Verfügung, die gemeinsam mit Jugendlichen in Schule oder Freizeitstätte kulturellen Identitäten auf die Spur kommen möchten. Begleitet wurde das Bildungsprojekt drei Jahre lang vom Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

Projekttage für Schüler*innen, Fortbildungen und Seminare für Lehrer*innen, Erzieher*innen und Multiplikator*innen – mit dem Pilotprojekt „Politische Bildung in Museen“ werden das Haus Bastian und die Sammlungen der Museumsinsel regelmäßig zu Experimentierfeldern für politische Bildungsarbeit in Museen. Hier geht’s zu den Schüler*innen-Veranstaltungen.

Möchten Sie kulturelle und politische Bildung stärker zusammenbringen? Beschäftigen Sie sich mit methodischen Fragestellungen? Werfen Sie einen Blick in die Agenda, die der Arbeitskreis Kultur, Politik und Bildung für Praktiker*innen zusammengestellt hat (verfügbar ab April 2023).

Möchten Sie sich über aktuelle Ausstellungen und Vermittlungsangebote der Staatlichen Museen zu Berlin oder neue Angebote informieren? Hier geht’s zu den Veranstaltungen für Multiplikator*innen.

Übersicht Unterrichtsmaterial und Agenda

Woher speiste sich europäisches Wissen über den menschlichen Körper? Wie kam osmanische Moscheearchitektur in deutsche Städte? Und sei wann lebt eigentlich die Paprika in Deutschland? Anhand von Geschichten in verschiedenen Medien macht das Projekt sichtbar, dass Vielfalt und Migration seit jeher die Kunst- und Kulturgeschichte geprägt haben und wesentliche Motoren für Innovationen sind. Diese „Migrationsgeschichten“ macht das Projekt in Ausstellungen, Workshops, Unterrichtsmaterialien, im Spiel REMEDIO, der Toolbox „Gemeinsame Zukunft“ und auf dem Online-Portal „Islamic·Art“ erlebbar. Ziel der Geschichten ist es, die einseitige und stereotype Wahrnehmung von Migration im gesellschaftspolitischen Diskurs zu irritieren und zu zeigen, dass die Geschichten aus dem Museum für Islamische Kunst Teil der Kunst- und Kulturgeschichten Deutschlands und Europas sind.

Jetzt Stories auf dem Online-Portal „Islamic·Art“ entdecken!

Hören Sie hinein in die Konzertreihe „Mschatta Lounge aus dem Jahr 2019, die einem breiten, musikinteressierten Publikum Musik und Kunstwerke als Ausdruck globaler Verflechtungen zugänglich machte. Die entstandenen Soundtracks und Interviews mit den Musiker*innen können Sie in der Mediathek auf dem Online-Portal Islamic·Art abrufen.

Übersicht Soundtracks und Interviews



Projektleitung: Miriam Kurz und Stefan Weber
Projektmitarbeitende: Kathrin Allmann (Bildungsmedien), Franziska Becker (Workshops, Storytelling), Laura Beusmann (Storytelling, Unterrichtsmaterialien, Bildungsmedien; Direktionsassistenz), Franziska Bloch (Kontextkuratorin), Anja Deller (Projektadministration, Vergaben, Finanzen), Zinaida Ebden (Social Media, Presse, Veranstaltungen), Dr. Deniz Erduman-Calış (Bildungsmedien, Lieder aus der Fremde), Christopher Förch (Politische Bildung, Haus Bastian), Dr. Sarah Fortmann-Hijazi (Toolbox), Lars Hecker (Sachbearbeitung Besucherservice HBA), Maximilian Heiden (Online Portal, IT), Salma Jreige (Toolbox), Annette Rohde (Sachbearbeitung Drittmittelabteilung), Dr. Leonard Schmieding (Politische Bildung, Haus Bastian), Hilal Sezgin-Just (Lieder aus der Fremde, REMEDIO, Toolbox, Storytelling), Dr. Margaret Shortle (Kontextkuratorin), Roman Singendonk (TAMAM-Botschafter*innen, Bildungsmedien), Cornelia Weber (Online Portal, PR)
Träger: Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Förderer: Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Laufzeit: November 2018 bis April 2023