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Kuratierte Erinnerungen: Das Fotoalbum

Tagung am 3. und 4. November 2022

Die Geschichte des Fotoalbums reicht bis in die Anfänge der Fotografie. Seither bieten Fotoalben kuratierte Einblicke in den Alltag von Privatpersonen. Sie geben Aufschluss darüber, was als festhaltenswert und erinnerungswürdig gilt. Sie lassen ausschnitthaft teilhaben an Reisen, Familienfeiern, Ausflügen, Kindheiten, etc. Handschriftliche Kommentare und eingeklebte Medien wie Eintrittskarten oder Postkarten können die Fotografien ergänzen. Diverse Projekte unter anderem am Volkskundemuseum Wien und am Deutschen Historischen Museum haben in letzter Zeit ein neues Forschungsinteresse an Fotoalben gezeigt. Hier schließt die Tagung der Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) 2022 an.

Tagungsort

Museum für Fotografie
Jebensstraße 2, 10623 Berlin

Verkehrsverbindungen
DB, S-Bahn, U-Bahn, Bus: Bahnhof Zoologischer Garten

Anmeldung

Anmeldungen zur Tagung bis zum 28. September 2022 per E-Mail an: Martina Wartke.

Die Tagungsgebühr beträgt 20 Euro, ermäßigt für Studierende und andere Berechtigte 10 Euro.

Den Betrag überweisen Sie bitte bis zum 14. Oktober 2022 auf folgendes Konto:

Verein der Freunde des Museums Europäischer Kulturen
DE94 1001 0010 0441 2311 02
Barzahlungen sind nur in Ausnahmefällen möglich.

Konzept und Organisation

Unterstützung

Die Kommission Fotografie bedankt sich für die Unterstützung der Tagung durch die Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, insbesondere durch die Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie, für die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Kooperation.

Bitte informieren Sie sich zeitnah auf unserer Website über Programm-Updates.

Programm am Donnerstag, 3. November 2022

  • 9:30 – 10 Uhr: Anmeldung im Museum für Fotografie

10 – 10:30 Uhr: Begrüßung und Einführung

  • Ulrich Hägele / Universität Tübingen
  • Ludger Derenthal / Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie – Staatliche Museen zu Berlin
  • 10:30 Uhr: Axel Bangert (NYU Berlin): Idyll und Grauen auf vertrautem Boden: Ein Fotoalbum von der Heimatfront des Zweiten Weltkriegs
  • 11 Uhr: Petra Bopp und Jürgen Matthäus (U.S. Holocaust Memorial Museum): Deutsche Fotoalben und private Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg
  • 11:30 – 12 Uhr: Pause
  • 12 Uhr: Christiane Cantauw (Kommission Alltagskulturforschung, Münster): Auf dem Land. Bäuerliche Familienfotoalben aus dem 20. Jahrhundert
  • 12:30 Uhr: Jan Carstensen (Detmold): Selbstdarstellung und Zeitgeschichte. Am Beispiel einer Familienüberlieferung mit Fotoalben und Archivalien aus Schleswig-Holstein
  • 13 – 14 Uhr: Mittagspause
  • 14 Uhr: Lea Simon und Theresia Ziehe (JMB Berlin): Herausforderungen bei der Erschließung von Fotoalben. Ein Praxisbericht
  • 14:30 Uhr: Ines Hahn (Stadtmuseum Berlin): Fragen an eine Sammlung und der Weg zum Konzept. Die Sammlung Fotoalben des Stadtmuseums Berlin
  • 15 – 15:30 Uhr: Pause
  • 15:30 Uhr: Michael Farrenkopf und Stefan Przigoda  (DBM/montan.dok): Visuelle Ordnungen, gestaltete Repräsentation und Erinnerung. Historische Fotoalben aus dem deutschen Bergbau im Montanhistorischen Dokumentationszentrum beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum
  • 16 Uhr: Sophie Schulz (Staatsbibliothek zu Berlin): Mehr als die Summe seiner einzelnen Teile. Zum Sammeln und Ausstellen privater Fotoalben
  • 16:30 – 17 Uhr: Pause

 

  • 17 Uhr: Murielle Cornut (Uni Basel): Open, edit, save: Die Materialität von Fotoalben im Digitalen
  • 17:30 Uhr: Nadine Kulbe (ISGV Dresden): Fotografieren, schreiben, platzieren, ansehen. Das Fotobuch als Praxis des ‚Verarbeitens‘
  • 18 – 18:30 Uhr: Pause
  • 18:30 – 19 Uhr: Abendvortrag von Friedrich Tietjen (Stiftung Reinbeckhallen): Das Album und die Bilder. Anmerkungen zu einer sonderbaren Beziehung

Programm am Freitag 4. November 2022

  • 10 Uhr: Stefan Zimmermann (Freilichtmuseum am Kiekeberg): Zuhause bei Familie Gröll – Leben und Wohnen im Fertighaus der 1970er-Jahre. Private Fotoalben als Quellenbestand im Projekt „Königsberger Straße“
  • 10:30 Uhr: Stefanie Regina Dietzel (DHM Berlin): Exklusive Einblicke? Das Fotoalbum als Repräsentationsmedium der DDR-Industrie
  • 11 Uhr: Judith Riemer (Folkwang Universität): Von der Linie zum Raum. Gestalterische Strategien in einem Fotoalbum des Bauhaus-Schülers Walter Köppe
  • 11:30 Uhr: Gloria Köpnick (Lyonel-Feininger-Galerie, Quedlinburg): Eine unbekannte Facette des Bauhausmeisters: Lyonel Feininger als Gestalter von Fotoalben
  • 12 – 13 Uhr: Mittagspause

13 – 13:45 Uhr: Kuratorinnenführung durch die Ausstellung „Vogelschau und Froschperspektive. Fotografie für Kinder“  durch Christine Kühn und Katja Böhlau (Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie)

  • 14 Uhr: Simone Egger (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt): „Aus meiner Jugendzeit und von meiner Heimat in Smyrna / und von unserem Heim seit September 1918-32 in München.“ Das Fotoalbum als Rekonstruktion einer Biografie
  • 14:30 Uhr: Imke Lichterfeld (Uni Bonn): Das Fotoalbum im Roman als kollektive Autobiografie: Schnappschüsse, Allgemeinplätze, Erinnerungskultur – Annie Ernaux: Die Jahre
  • 15 – 15:30 Uhr: Pause
  • 15:30 Uhr: Anna Luisa Walter (LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster): Private und kommerzielle Leporellos von Annelise Kretschmer im Nachlass im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
  • 16 Uhr: Melanie Konrad (Uni Wien / UdK Berlin): Zum ,Sammler’ als Figur und ,Buchgeschöpfen aus Grenzgebieten’ – Der Batsy-Bestand gelesen mit Denkfiguren von Walter Benjamin
  • 16:30 – 17 Uhr: Abschlussdiskussion

Weitere Informationen

Tagungs-Hashtag: #KuratierteErinnerungen2022

Download: Tagungsprogramm als Flyer (PDF, 347 KB)