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Die merowingischen Monetarmünzen als interdisziplinär-mediävistische Herausforderung

Das Münzkabinett (Prof. B. Kluge und Dr. K. Dahmen) bearbeitet in einem von der DFG geförderten Forschungsprojekt zusammen mit den Lehrstühlen für Mittlere Geschichte (Prof. J. Jarnut) der Universität Paderborn sowie für Romanistik (Prof. M. Selig) und Germanistik (Prof. A. Greule) der Universität Regensburg den Bestand seiner Münzen der Merowingerzeit (6.–8. Jahrhundert).

Dieser stellt mit 500 Münzen die zweitgrößte europäische Sammlung seiner Art nach jener in Paris dar. Neben einer numismatischen Dokumentation durch einen Bestandskatalog soll, insbesondere in Kooperation mit den Geschichts- und Sprachwissenschaften, das auf diesen Münzen zahlreich überlieferte Namensmaterial (Herrscher-, Monetar- und Ortsnamen) aufgearbeitet und nach den Perspektiven der beteiligten Fächer bewertet werden.

Das Ziel dieses Projektes ist eine gemeinsame Publikation, die eine fundierte Analyse der politischen und administrativen Gliederung des Frankenreiches und ihrer Eliten beinhaltet, ausgehend von den numismatischen Zeugnissen, den Erkenntnissen der Namensforschung und der Geschichtswissenschaft.


Ansprechpartner: Dr. Karsten Dahmen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Münzkabinett