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Sibylle Hoiman wird neue Direktorin des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin

07.12.2022
Kunstgewerbemuseum

Entscheidung im SPK-Stiftungsrat: Dr. Sibylle Hoiman wird ab 1. April 2023 neue Direktorin des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Kunsthistorikerin, derzeit Leiterin des Baukunstarchivs der Akademie der Künste in Berlin, folgt auf Prof. Dr. Sabine Thümmler, die Ende Mai 2022 in den Ruhestand gegangen ist. Sibylle Hoiman soll die Neupositionierung des Hauses am Kulturforum organisieren.

Dr. Sibylle Hoiman studierte Kunstgeschichte, Amerikanistik und Philosophie in Braunschweig, Bonn und Wien. Später folgte noch ein Aufbaustudium im Bereich Denkmalpflege in Bamberg. Nach der Promotion an der Technischen Universität Berlin war sie Stipendiatin am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris und danach an der ETH Zürich tätig. Als langjährige Kuratorin am Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin realisierte sie zahlreiche Ausstellungen, verantwortete die Neugestaltung der Dauerausstellung und wirkte maßgeblich an der Konzeption für den Neubau mit. Nach Stationen bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und als Leiterin des Botanischen Museums Berlin übernahm sie 2020 die Leitung des Baukunstarchivs der Akademie der Künste.

Schon in ihrer Magisterarbeit hat sich Sibylle Hoiman mit der Geschichte und Bedeutung von Kunstgewerbemuseen beschäftigt. Gestaltung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen zieht sich seitdem durch ihr ganzes Leben. Mit Blick auf ihre neue Aufgabe stellt sie fest:

Angesichts der globalen Veränderungsprozesse, der Krisen und der Wertediskussionen ist eine Neupositionierung des Kunstgewerbemuseums wichtiger denn je. Das Kunstgewerbemuseum, das ich als eine Institution begreife, die sich umfassend der gestalteten Lebenswelt in allen Facetten widmet, ist Teil dieser Diskurse, muss sich mit den sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandersetzen und sich den brennenden Fragen unserer Zeit stellen. Es ist aufgrund seiner herausragenden und vielfältigen Sammlungen in besonderem Maße geeignet, genau diese Rolle des beobachtenden Vermittlers zu übernehmen.

Das Potenzial für einen ‚Designstandort‘ Kulturforum liegt auf der Hand. Ich möchte, dass das Kunstgewerbemuseum bei der Neugestaltung dieses Areals eine vernehmbare Stimme hat, dass es in Berlin und darüber hinaus wahrgenommen wird. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit mit dem Team des Kunstgewerbemuseums und den Kolleg*innen der Staatlichen Museen zu Berlin.