Berlin zeichnet Mode

Berlins einzigartige Ausbildungstradition in den verschiedenen Modeschulen lässt sich anhand von Modezeichnungen Lehrender und Lernender bestens darstellen. Es sind Arbeiten von herausragender Qualität, oftmals in expressivem Duktus gemalt, farbenprächtig und detailreich. Das Digitalisieren einer Auswahl dieser Zeichnungen und deren Präsentation in einer Online-Ausstellung auf DDBstudio ist Ziel dieses Kooperationsprojekts.

Die Sammlung Mode und Textilien des Stadtmuseums, das Archiv des Lette Vereins und die Sammlung Modebild der Kunstbibliothek werfen anhand beispielhafter Arbeiten aus ihren Beständen Schlaglichter auf die Modeausbildung und insbesondere auf die Berliner Zeichentradition. So präsentiert die Kunstbibliothek erstmalig exquisite Kostümentwürfe der Reimann-Schülerin Marie Schulz, die sie für die legendären Gauklerfeste der Schule erarbeitet hat. Zukünftig können sich alle Interessierten die digitalisierten Arbeiten auf den Portalen DDB und Europeana anschauen. Die historischen und inhaltlichen Bezüge der verschiedenen Mode- und Kostümentwürfe aus den einzelnen Sammlungen arbeiten Studierende der HTW in einer Online-Ausstellung auf DDBstudio heraus.

Die Zeichnungen der Berliner Modeschulen sind ein weiterer Beleg für die herausragende kulturhistorische Bedeutung von Mode in Berlin. Repräsentative Akteure dieser Ausbildungsstätten werden im Rahmen des Projekts vorgestellt. Vor dem Hintergrund digitaler Technologien in der zeitgenössischen Ausbildung soll die Modezeichnung als Visualisierungsmedium eines generationenübergreifenden Lernens ebenfalls Thema sein.


Wissenschaftliches Team: Lette Verein: Jana Haase, Sophie Hofmann, Stadtmuseum: Katja Remus, Kunstbibliothek: Dr. Britta Bommert, HTW Berlin: Prof. Dr. Dorothee Haffner
Kooperationspartner: Lette Verein Berlin, Historisches Archiv, Stiftung Stadtmuseum, Sammlung Mode und Textilien, Sammlung Modebild - Lipperheidesche Kostümbibliothek der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, HTW Berlin, Fachbereich 5 (Gestaltung und Kultur)
Gefördert durch: digiS - Förderprogramm zur Digitalisierung von Kulturgut des Landes Berlin 2021
Laufzeit: 01.01.2021 bis 31.12.2021
Projektwebsite: in Arbeit