Symposium Times of Waste: Materialforschung im Museum am 18. und 19. März 2020

10.03.2020
Kunstgewerbemuseum

Der Kreislauf des Konsumierens und Wegwerfens, wie er heute weltweit perpetuiert wird, muss zwangsläufig ein Ende finden. Ein wichtiger Aspekt in der Diskussion ist das Material, das genutzt, entsorgt aber auch archiviert und musealisiert wird. An diesem Punkt setzt das Symposium Times of Waste an. Den Titel nimmt das Symposium von der gleichnamigen Ausstellung Design Lab #5 Times of Waste, die aus einem Forschungsprojekt zum Smartphone als Wegwerfprodukt entstanden ist.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam der FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel (FHNW HGK), dem Cluster Matters of Activity (MoA) der Humboldt-Universität zu Berlin wird das Kunstgewerbemuseum am 18. und 19. März 2020 zum interdisziplinären Forschungslabor. Redner*innen aus Praxis und Theorie treffen sich an den Schnittstellen zwischen Design, Technik und Naturwissenschaft und beleuchten die neuesten Erkenntnisse in der Forschung zu nachhaltigen Materialien und deren Potenzial für die Designpraxis. Parallel dazu wird die Rolle der Museen als Repräsentanten, Bewahrer und Verwerter analoger Materialwelten beleuchtet.

Design Lab #5: Times of Waste – Was übrig bleibt

Im Rahmen des Design Lab #5 präsentiert das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin  die Ausstellung "Times of Waste – Was übrig bleibt", die aus einem transdisziplinären Forschungsprojekt entstanden und für den deutschen Kontext in Zusammenarbeit mit Flavia Caviezel und Mirjam Bürgin der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel realisiert wurde.

Abfall kann verheissungsvolle Ressource oder lästiger Rest sein, Abfall ist politisch und sozial, vor allem aber unvermeidlich. Abfall verschwindet nie vollständig und hinterlässt immer Spuren. "Times of Waste – Was übrig bleibt" rückt das Leben eines Smartphones ins Zentrum und widmet sich einer typischen Alltagstechnologie unserer Zeit, die viele Formen von Abfall hinterlässt, angefangen bei der Gewinnung der enthaltenen Rohstoffe.

Der Transformationsprozess des Smartphones

Die Ausstellung gibt einen Einblick in das Forschungsprojekt "Times of Waste", das den Transformationsprozessen des Smartphones und seiner Bestandteile mit künstlerisch-wissenschaftlichen Verfahren nachgeht: Eine Objektbiografie kartiert verschiedene Transportwege und Recyclingrouten. Sie erzählt von ökonomischen Umwandlungen und neuartigen Beziehungen, von lokalen wie globalen Zusammenhängen. Recherchen führen die Forschenden zu Deponien und Schreddern, in Reparaturwerkstätten, Forschungslabors und zu verschiedenen Materialien und Menschen.

Download: Programm zum Symposium “Times of Waste” (PDF, 130 KB)