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Ausstellung „Marken:Zeichen“ in der Kunstbibliothek jetzt als 360°-Panorama

07.04.2020
Kunstbibliothek

Nach ihrer Eröffnung am 12. März 2020 war die Ausstellung „Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek“ in der Kunstbibliothek nur einen Tag geöffnet, bis im Rahmen der Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus die Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin für den Publikumsverkehr schließen mussten. Nun wurde die Sonderpräsentation als 360°-Panorama bereitgestellt.

Über die Website der Staatlichen Museen zu Berlin ist die Ausstellung „Marken:Zeichen“ in Form eines virtuellen Rundgangs erlebbar. Dabei haben Besucher*innen die Möglichkeit, sich frei durch den Ausstellungsraum zu bewegen, die Objekte aus der Nähe zu betrachten und sich anhand begleitender Texte zu informieren.

Christina Thomson, Kuratorin der Ausstellung, erklärt: „Für Stankowski + Duschek waren Kunst und Design untrennbar. Die Marken, die aus ihrem Grafischen Atelier kamen, sind signalhafte Zeichensysteme, die der Konkreten Kunst sehr nahe stehen. Im direkten Zusammenspiel, im Raum, wird diese einzigartige Verbindung ganz deutlich – der virtuelle Rundgang macht genau das erfahrbar. Sie werden Corporate Design in unterschiedlichsten Facetten entdecken: das Deutsche Bank Logo als Op Art, eine Fleischtheke für Rewe, Infografik für Viessmann und vieles mehr. Karl Duschek bezeichnete Marken als Kulturatome – auf höchste Wirkkraft kondensierte Teilchen der visuellen Kommunikation. Eine ganze Wand mit Visitenkarten verbildlicht diese Idee.“

Die Ausstellung "Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek"

Logo, Leitsystem, Corporate Identity – was heute selbstverständlich zum Firmenimage gehört, steckte Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen. Bahnbrechend in der Entwicklung war das Grafische Atelier Stankowski + Duschek: Sie beherrschten die Kunst der Marke so souverän wie kaum ein andres deutsches Grafikbüro ihrer Zeit.

Anton Stankowski (1906–1998) war ein Pionier auf dem Gebiet der Werbegrafik. Ab 1972 baute er gemeinsam mit seinem 41 Jahre jüngeren Partner Karl Duschek (1947–2011) das Büro zum Kompetenzzentrum für visuelle Kommunikation aus. Das Markenzeichen von Stankowski + Duschek war die Verdichtung komplexer Botschaften zu einprägsamen geometrischen Zeichensystemen.

Die Ausstellung „Marken:Zeichen“ zeigt, wie Design und Kunst zur universellen Einheit gelangen. Sie präsentiert Werke aus dem umfangreichen Nachlass Stankowski + Duschek, den die Kunstbibliothek 2012 als Schenkung von Meike Gatermann erhielt, ergänzt durch Leihgaben aus der Stankowski-Stiftung und dem Kunstarchiv Karl Duschek in Stuttgart.