14.03.2023
bis
18.06.2023
Gemäldegalerie
Die kleine thematische Ausstellung präsentiert 25 holländische Druckgraphiken und Zeichnungen des 17. und 18. Jahrhunderts aus den reichen Beständen des Kupferstichkabinetts. Dabei stehen die intensive Naturbeobachtung und die Neugier an der äußeren Erscheinung der Dinge im Zentrum. Ziehende Wolken, Regenschauer, ein plötzlicher Windstoß werden ebenso darstellungswürdig wie die klirrende Kälte während der sog. Kleinen Eiszeit, einer Periode mit langanhaltenden und besonders kalten Wintern.
Aprilwetter, es regnet, die Sonne bricht durch die Wolken, auf einmal glänzt die Landschaft: In der holländischen Graphik und Zeichnung des 17. und 18. Jahrhunderts finden sich atmosphärische Momentaufnahmen, genaue Beobachtungen von Himmel und Wolken, aber auch Dokumentationen extremer Wetterereignisse wie Stürme und Fluten.
Das Wetter wurde seit jeher beobachtet, um günstige Zeitpunkte etwa für Aussaat oder Ernte zu bestimmen. Mit dem wirtschaftlichen und politischen Aufschwung der holländischen Gesellschaft wandten sich die Künstler gegen Ende des 16. Jahrhunderts der heimischen Landschaft als Thema zu und, damit verbunden, auch dem Wetter. Atmosphärische Phänomene und Wetterereignisse wurden genau beobachtet, detailliert wiedergegeben und gezielt eingesetzt, um eine Bildstimmung zu schaffen oder eine Darstellung symbolisch aufzuladen.
Durch Trockenlegung und Landgewinnung war das tiefliegende Gebiet der heutigen Niederlande für Wetterextreme besonders anfällig. Historisch belegte Fluten, Stürme und Deichbrüche fanden ebenso Eingang in die Kunst. Diese Darstellungen sind hochaktuell: Aufgrund des Klimawandels nehmen extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Hitzewellen heute zu und gefährden weltweit Land und Leute. Die Ausstellung reagiert auf das wachsende Interesse an der Darstellung von Wetterextremen als sichtbaren und damit abbildbaren Phänomenen und ihren oft verheerenden Folgen.
Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
Ausstellungsort
Öffnungszeiten
| Montag | geschlossen |
| Dienstag | 10 bis 18 Uhr |
| Mittwoch | 10 bis 18 Uhr |
| Donnerstag | 10 bis 18 Uhr |
| Freitag | 10 bis 18 Uhr |
| Samstag | 10 bis 18 Uhr |
| Sonntag | 10 bis 18 Uhr |
Adresse / Verkehrsverbindungen
Eingang für Besuchende
Johanna und Eduard Arnhold Platz (ehem. Matthäikirchplatz)
10785 Berlin
U-Bahn: Potsdamer Platz
S-Bahn: Potsdamer Platz
Bus: Potsdamer Brücke, Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße, Kulturforum, Philharmonie
Zugang / Barrierefreiheit
vollständig rollstuhlgeeignet
Veranstalter