Bitte beachten Sie: Im Zeitraum vom 4. Juli bis 1. September 2024 haben James-Simon-Galerie und Neues Museum dienstags bis sonntags bereits ab 9 Uhr geöffnet und zusätzlich dienstags bis samstags bis 20 Uhr.

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Archäologische Schätze aus Usbekistan
Von Alexander dem Großen bis zum Reich der Kuschan

04.05.2023 bis 14.01.2024
James-Simon-Galerie

Schon lange bevor das Gebiet Usbekistans durch die Seidenstraße Bekanntheit erlangte, bildeten sich dort in der Antike wichtige Zentren der Kultur und Macht. Die groß angelegte Sonderausstellung in der James-Simon-Galerie und dem Neuen Museum präsentiert zahlreiche Kulturschätze, die z. T. erstmals außerhalb Usbekistans zu sehen sind. Neben archäologischen Zeugnissen der makedonischen Präsenz, dem einzigartigen Kunstschaffen der Kuschan und den Portraits der aristokratischen Herrscher im Süden Usbekistans ist es vor allem die frühe buddhistische Kunst, die fasziniert. Ergänzend geben eigens produzierte Videos und Computeranimationen ausgewählter archäologischer Stätten den Besucher*innen Einblick in die reiche Kulturlandschaft Usbekistans vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis in das 4. Jahrhundert n. Chr.

Alexander der Große und das Graeco-Baktrische Reich

Im Ausstellungsteil des Neuen Museums liegt der Fokus auf den Feldzügen Alexanders des Großen – von deren Ausgangspunkt in Makedonien bis zu den jüngsten archäologischen Funden aus Befestigungsanlagen im Südosten Usbekistans. Der makedonische König Alexander der Große besiegte das bis in das 4. Jahrhundert v. Chr. übermächtig erscheinende Perserreich der Achaimeniden unter der Herrschaft des Königs Dareios III. und eroberte dabei Teile Zentralasiens und Indiens. Im einleitenden Teil der Ausstellung veranschaulichen zahlreiche Objekte aus verschiedenen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin die unterschiedlichen Welten, denen Alexander auf seinem Feldzug begegnete.

In seinem neu geschaffenen Reich gründete er zahlreiche griechische Städte auf der Grundlage des hervorragend entwickelten Verwaltungssystems der eroberten Gebiete. Auf seiner Rückreise starb Alexander im Alter von nur 33 Jahren an Malaria. Nach seinem Tod kam das Gebiet unter die Herrschaft seiner Nachfolger, die das griechische Seleukidenreich begründeten, aus dem sich später das Graeco-Baktrische Reich entwickelte. In dieser Zeit blühte das wirtschaftliche, handwerkliche und kulturelle Leben der Region auf. Keramik, Waffen und vieles mehr aus Kampyrtepa, das von Teilen der Forschung mit dem antiken Alexandria Oxiana in Verbindung gebracht wird, und den erst vor wenigen Jahren erforschten Grenzbefestigungen von Uzundara und Kurganzol zeugen vom ausgeprägt griechischen Einfluss in Zentralasien.

Die Kuschan – neue Machthaber aus dem Norden und das Aufblühen des Buddhismus

Im Fokus des Ausstellungsteils in der James-Simon-Galerie stehen die atemberaubenden Kunstwerke aus dem Reich der Kuschan. Nach chinesischen Quellen war einer der fünf aristokratischen Stämme der Yuezhi jener der Kuschan, die in Baktrien ein mächtiges Reich schufen. Im 1. Jahrhundert n. Chr. drangen die Kuschan bis in die Region Gandhara im heutigen Pakistan und Indien vor. Unter König Kanishka (ca. 127–153 n. Chr.) erreichte das Reich der Kuschan den Höhepunkt seiner Macht, der sich in monumentaler Architektur und Meisterwerken der Kunst offenbarte.

Nach griechischem Vorbild begannen die Kuschan Gold-, Silber- und Bronzemünzen mit Darstellung von Herrschern und Gottheiten zu prägen. Neben Porträts der aristokratischen Herrscher ist es die frühe buddhistische Kunst aus den ersten Jahrhunderten, die überrascht und fasziniert. Von den zahlreichen Klöstern, Tempeln und Heiligtümern sind einige überlebensgroße Skulpturen buddhistischer Gottheiten und Mönche sowie Wandmalereien von herausragender Qualität erhalten. In der Ausstellung werden diesen beeindruckenden Exponate Darstellungen der Gandhara-Kunst aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst gegenübergestellt, deren Ursprünge ebenfalls im Motivschatz der griechischen Mythologie und der frühen buddhistischen Bildwelten liegen.

Die am Fluss Surkhandarya gelegene Großsiedlung Dalvarzintepa entwickelte sich zu einem wichtigen urbanen Zentrum mit eigenen Stadtvierteln und Verwaltungsgebäuden, Wohn- und Handwerksvierteln sowie Tempeln verschiedener Glaubensrichtungen. Zeugnis der immensen Wirtschaftskraft der Stadt ist ein im Wohngebiet vergrabener, 36 Kilogramm schwerer Goldschatz, bestehend aus Barren, Schmuck und anderen Kleinobjekten, der in Teilen in Berlin zu sehen sein wird. Beeindruckende Terrakottafiguren, die einst in der Haupthalle eines Palastkomplexes von Chaltschajan aufgestellt wurden, werden ebenfalls präsentiert.

Kuratorisches Team

Die Ausstellung „Archäologische Schätze aus Usbekistan. Von Alexander dem Großen bis zum Reich der Kuschan“ wird kuratiert von Manfred Nawroth, Oberkustos, sowie Anton Gass und Benjamin Wehry, wissenschaftliche Mitarbeiter am Museum für Vor- und Frühgeschichte, unter der Leitung des Direktors des Museums für Vor- und Frühgeschichte, Matthias Wemhoff.

Publikation zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist ein Katalog (ISBN 978-3-86599-545-2, Paperback, 448 Seiten, 500 teils farbige Abbildungen, 49,80 Euro) im Kulturverlag Kadmos Berlin erschienen.


Die Ausstellung wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz, Museum & Location, die Ernst von Siemens Kunststiftung und Siemens Energy.

Eine Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Art and Culture Development Foundation, Republik Usbekistan

„Archäologische Schätze aus Usbekistan. Von Alexander dem Großen bis zum Reich der Kuschan“, Ausstellungsansicht James-Simon-Galerie + Neues Museum, 2023
© Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Bodestraße
10178 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet
Aktueller Hinweis: Die James-Simon-Galerie ist auch während der sanierungsbedingten Schließung des Pergamonmuseums weiterhin für Besucher*innen geöffnet.

Zugang zum Neuen Museum für Gruppen: Alle Gruppen für das Neue Museum betreten die James-Simon-Galerie über den Hof und das untere Foyer: Hinweise für den Gruppenbesuch (PDF, 197 KB).

U-Bahn: Museumsinsel (U5)
S-Bahn: Friedrichstraße, Hackescher Markt
Tram: Am Kupfergraben, Hackescher Markt
Bus: Staatsoper, Lustgarten, Friedrichstraße

Klimafreundliche Anreise
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Mi 09:00 - 20:00
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Öffnungszeiten an Feiertagen unter Öffnungszeiten
Aktueller Hinweis: Die James-Simon-Galerie ist auch während der sanierungsbedingten Schließung des Pergamonmuseums weiterhin für Besucher*innen geöffnet.

Erweiterte Öffnungszeiten 4. Juli – 1. September: Di – Sa 9:00 – 20:00, So 9:00 – 18:00 Uhr.

Neues Museum + Archäologische Schätze aus Usbekistan
14,00 EUR ermäßigt 7,00

Museumsinsel + Panorama
24,00 EUR ermäßigt 12,00
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Jahreskarte ab 25,00 EUR
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Museumspass Berlin 3 Tage für Dauerausstellungen
32,00 EUR ermäßigt 16,00
3 Tage für Dauerausstellungen
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Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,00 EUR
Weitere Informationen

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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