Museen stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihren Erfolg nicht nur intern zu definieren, sondern ihn auch gegenüber Stakeholdern, wie Fördermittelgeber*innen und der Öffentlichkeit nachzuweisen. Während Erfolg in gewinnorientierten Branchen zumeist an finanziellen Kennzahlen gemessen wird, ist die Erfolgsmessung in Museen bzw. Kultureinrichtungen weitaus komplexer und umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren. Dieses Projekt setzt sich mit der Frage auseinander, welche Kriterien Museen als erfolgreich ausweisen und wie diese bewertet werden können.
Ziel des Piloten ist es, die vielfältigen Dimensionen von Erfolg in Museen zu erforschen und zu definieren und sich mit der Beziehung zwischen Erfolg und Impact auseinanderzusetzen. Es soll untersucht werden, ob Erfolg gleichbedeutend mit Qualität oder Exzellenz ist. Das Projekt strebt an, ein umfassendes Verständnis dafür zu entwickeln, was ein Museum erfolgreich macht: aus der Perspektive verschiedener Stakeholder, einschließlich Museen selbst, politischer Entscheidungsträger*innen, der Öffentlichkeit, der Presse und mehr.
Dabei soll den folgenden Hypothesen nachgegangen werden:
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist eine Studie zur aktuellen Praxis der Erfolgsmessung in Museen. Dabei wird untersucht, welche Instrumente genutzt werden, inwiefern sie sich bewähren und welche Veränderungen sichtbar werden im Vergleich zu ähnlichen Studien vor zehn bis fünfzehn Jahren.
Im Rahmen des Piloten wird zudem erforscht, ob allgemeingültige Erfolgsfaktoren identifiziert werden können und inwieweit Modelle aus dem For-Profit-Bereich auf Museen übertragbar sind. Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Erfolg in Museen gemessen werden kann. Dazu soll auch ein Erfolgskriterienkatalog bereitgestellt werden, der quantitative und qualitative Aspekte berücksichtigt und dabei den Kontext und die Grenzen berücksichtigt, innerhalb derer Museen operieren.
Das Projekt fällt in den Bereich einer strategischen Kernkompetenz des Instituts für Museumsforschung, den Themenbereich „Strategische Museumsentwicklung“. Es zielt darauf ab, die Fragestellung und Thematik voranzutreiben und will als Katalysator dienen, um weitere Forschungsvorhaben anzustoßen.
Wissenschaftliches Team: Steffen Backhaus (10/2022 – 02/2023); Maria Stölzer (ab 05/2023)
Laufzeit: ab 10/22 bis 12/2025