Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten

Im Projekt Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten werden Biografien jüdischer Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt und beraubt wurden, sichtbar gemacht: Ausgehend von Provenienzforschung und Restitutionsfällen werden Objekt- und Lebensgeschichten in ihrer Verflochtenheit vermittelt. 

Dabei stellen sich Fragen wie: Welche Rollen spielen Museen? Und wie wirkt eine Restitution für Angehörige heute? In analogen Formaten in den Staatlichen Museen zu Berlin und im Haus Bastian – Zentrum für Kulturelle Bildung erproben wir in den kommenden Monaten neue Zugänge für Jugendliche an der Schnittstelle von historisch-politischer und kultureller Bildung. Daneben bieten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Projektpartner Vermittlungsformate in Dresden und im ländlichen Raum Sachsens an.

Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung – Impulse und Methoden“

Im Arbeitskreis sowie einer begleitenden Diskursreihe bringen wir Akteur*innen aus Museen, Sammlungen, Archiven, Vermittlung und Forschung zusammen. Gemeinsam erkunden wir Schnittstellen, erproben praxisnahe Methoden und entwickeln Synergien zwischen Provenienzforschung, historisch-politischer sowie kultureller Bildung. Die Formate schaffen Raum für Austausch, Vernetzung und die Überführung von Forschungsergebnissen in zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsangebote.

Diskursreihe

In vier öffentlichen Abendveranstaltungen am Haus Bastian- Zentrum für kulturelle Bildung bringt die Diskursreihe „Provenienz und Vermittlung im Gespräch“ Expert*innen aus Forschung, musealer Praxis und Vermittlung zusammen. Gemeinsam kommen wir in einem transdisziplinären Austausch über aktuelle Forschungsstände sowie innovative Ausstellungs- und Vermittlungsansätze ins Gespräch. Unter anderem wird diskutiert: Mit welchen Quellen und unter welchen strukturellen Bedingungen arbeitet die Provenienzforschung? Welche Potenziale hat ihre Vermittlung und Diskussion für eine breiteren Öffentlichkeit? Welche Verbindungen und Allianzen kann es zwischen Vermittlung und Provenienzforschung geben? Vor welchen (politischen) Herausforderungen steht sie? Welche Möglichkeiten und Praktiken im Ausstellungsraum gibt es, und welche Geschichten können und sollten erzählt werden?


Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten ist ein Projekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung