Im Projekt Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten werden Biografien jüdischer Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt und beraubt wurden, sichtbar gemacht: Ausgehend von Provenienzforschung und Restitutionsfällen werden Objekt- und Lebensgeschichten in ihrer Verflochtenheit vermittelt.
Dabei stellen sich Fragen wie: Welche Rollen spielen Museen? Und wie wirkt eine Restitution für Angehörige heute? In analogen Formaten in den Staatlichen Museen zu Berlin und im Haus Bastian – Zentrum für Kulturelle Bildung erproben wir in den kommenden Monaten neue Zugänge für Jugendliche an der Schnittstelle von historisch-politischer und kultureller Bildung. Daneben bieten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Projektpartner Vermittlungsformate in Dresden und im ländlichen Raum Sachsens an.
Im Arbeitskreis sowie einer begleitenden Diskursreihe bringen wir Akteur*innen aus Museen, Sammlungen, Archiven, Vermittlung und Forschung zusammen. Gemeinsam erkunden wir Schnittstellen, erproben praxisnahe Methoden und entwickeln Synergien zwischen Provenienzforschung, historisch-politischer sowie kultureller Bildung. Die Formate schaffen Raum für Austausch, Vernetzung und die Überführung von Forschungsergebnissen in zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsangebote.
Die ab Herbst 2026 im Haus Bastian stattfindende Diskursreihe umfasst vier Termine, die inhaltlich an den Arbeitskreis „Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung – Impulse und Methoden“ anknüpfen. Es werden Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft präsentiert, die sich in den thematischen Teilbereichen des Projekts finden: Provenienzforschung sowie kulturelle und historisch-politische Bildung. Durch das Einbeziehen verschiedener Disziplinen soll ein transdisziplinärer Zugang und Austausch ermöglicht werden. Die Termine und Inhalte folgen zeitnah hier.
Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten ist ein Projekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Friede Springer Stiftung