Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin feiert 25. Jubiläum

18.11.2021
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens zeigt der Hamburger Bahnhof ab Sonntag, 28. November 2021 zwei große Ausstellungsprojekte, die den Sammlungsauftrag des Museums für Gegenwart thematisieren. Der ehemalige Endbahnhof der Bahnstrecke Hamburg-Berlin eröffnete 1996 als weiteres Haus der Nationalgalerie für die Kunst nach 1960. Mit dem Jubiläum wird ab Donnerstag, 2. Dezember 2021 zudem der monatliche, eintrittsfreie Donnerstagnachmittag im Rahmen von Volkswagen Art4All fortgesetzt.

Am 1. November 1996 wurde der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin als weiteres Haus der Nationalgalerie für die Kunst nach 1960 eröffnet. Im Jahr 2004 konnte das Museum mit den sogenannten Rieckhallen seine Ausstellungsflächen nahezu verdoppeln, um neben der Präsentation von Sonderausstellungen auch die umfangreichen Bestände der Nationalgalerie sowie privater Sammlungen wie der Sammlung Marx, der Sammlung Marzona, der Haubrok Foundation und der Friedrich Christian Flick Collection zu zeigen. Als Endbahnhof der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wurde der Bau im Dezember 1846 in Betrieb genommen und ist heute als einziges historisches Bahnhofsgebäude jener Zeit in der Stadt erhalten.

Zum Auftrag des Museums für Gegenwart im Hamburger Bahnhof gehört die stetige Ergänzung und Erforschung der Sammlung der Nationalgalerie im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Dafür bauen wir auch langfristige Allianzen mit anderen Museen und öffentlichen wie privaten Sammlungen auf. In der Zusammenarbeit mit internationalen Kolleg*innen gilt es, gemeinsam pluralistische Perspektiven in der Erforschung der jeweiligen Bestände zu entwickeln. Um auch in Zukunft neben attraktiven Sonderausstellungen seinem Sammlungsauftrag nachkommen zu können, benötigt der Hamburger Bahnhof aktuell vor allem eine gesicherte bauliche Perspektive sowie einen Sanierungsplan.

Gabriele Knapstein, Leiterin des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Church for Sale. Werke aus der Sammlung Haubrok und der Sammlung der Nationalgalerie

28. November 2021 – 19. Juni 2022

Die in der Ausstellung „Church for Sale“ vertretenen Künstler*innen begreifen Kunst als politische Tätigkeit, die sich gegen allgegenwärtige Gewalt und Aggression, gegen Ausgrenzung und mangelnden Schutz von lebensrelevanten Gemeingütern richtet. In ihren Werken thematisieren sie die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz in ihrer sozialen und kulturellen Umgebung und untersuchen Machtstrukturen im privaten und öffentlichen Raum. 

Nation, Narration, Narcosis. Collecting Entanglements and Embodied Histories

28. November 2021 – 3. Juli 2022

Die Ausstellung „Nation, Narration, Narcosis“ widmet sich dem Verhältnis von Kunst zu politischen Protesten, historischen Traumata und gesellschaftlichen Narrativen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die gezeigten Werke setzen sich mit den Auswirkungen von Nationenbildung, Kolonialismus oder dem Anthropozän auf Gemeinschaften, ihre Erzählungen und die Ökologie unseres Planeten auseinander. Ausgehend von Joseph Beuys' Konzept der sozialen Plastik konfrontiert die Ausstellung den im Namen „Nationalgalerie“ enthaltenen Begriff der Nation mit alternativen Konzepten von Verbundenheit, Solidarität und Individualität. 

Volkswagen Art4All: Eintrittsfreier Donnerstag ab 2. Dezember 2021

Mit dem Jubiläum wird ab Donnerstag, 2. Dezember 2021 zudem der monatliche, eintrittsfreie Donnerstag (1. Donnerstag im Monat von 16 bis 20 Uhr) im Rahmen von Volkswagen Art4All fortgesetzt. Ab dem 16. Dezember wird das Format erstmals in der Neuen Nationalgalerie eingeführt werden und künftig an jedem 3. Donnerstag eines Monats (16 bis 20 Uhr) stattfinden können.