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Kunsträume Ost: Zur Rolle der Museen in Berlins Nachbarländern
Überregionale Sichtbarkeit, demografischer Wandel, politisch aufgeladene Zeiten: Museen stehen vor ähnlichen Fragen. Am 11. September 2026 treffen sich Vertreter*innen der Museen aus den Bundesländern rund um Berlin im Hamburger Bahnhof, um in fünf Panels über Stadtmarketing, lokale Kunstszenen, politische Positionierung, Publikum und Vermittlung zu sprechen.
Mit den Hamburger Bahnhof Art Week Talks schafft der Hamburger Bahnhof einen Ort für den Austausch und die Vernetzung zwischen Museen, Kulturinstitutionen und Künstler*innen aus Berlin und den Nachbarregionen, um gemeinsame Herausforderungen und neue Perspektiven für die Museumsarbeit zu eröffnen.
11 bis 11:45 Uhr
Panel 1: Stadtmarketing
Museen sind oft wichtige Akteure des Stadtmarketings – zugleich tragen sie Erwartungen, die von der Geschichte ihrer Standorte geprägt sind. Wie lässt sich kulturelle Identität kommunizieren, ohne sie festzuschreiben? Welche Strategien funktionieren im Spannungsfeld von regionalem Selbstbewusstsein, überregionaler Sichtbarkeit und politischem Druck?
Im Gespräch
Dr. Ulrike Lorenz, Präsidentin, Klassik Stiftung Weimar
Anja Richter, Kunstsammlungen Chemnitz, Leitung und Kuratorin Museum Gunzenhauser
Moderation: Mathilda Legemah, Strategieentwicklung, Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart
12 bis 12:45 Uhr
Panel 2: Die Rolle der lokalen Kunstszene
Welche Bedeutung hat die lokale Kunstszene für ein Museum – und umgekehrt? Wie bildet ein Stadtmuseum die eigene Stadt ab, ohne zur Heimatschau zu werden? Das Panel beleuchtet das Verhältnis zwischen institutioneller Sammlung und lebendiger lokaler Produktion.
Im Gespräch
Dr. Jenny Graser, Kuratorin Malerei, Skulptur und Grafik des 20. und 21. Jh., Museum der bildenden Künste Leipzig
Fanny Stoye, Direktorin, Kunstsammlungen Zwickau / Max-Pechstein-Museum
Moderation: Hannah Pilarczyk, Redakteurin, SPIEGEL
14 bis 14:45 Uhr
Panel 3: Museen als Diskursraum
In politisch aufgeladenen Zeiten werden Museen zu umkämpften Arenen – aber auch zu möglichen Orten des Ausgleichs. Wie positionieren sich Institutionen, ohne parteipolitisch zu werden? Was bedeutet es, ein „Diskursraum“ zu sein, wenn das Publikum zunehmend polarisiert ist? Und welche institutionellen Formen braucht es dafür?
Im Gespräch
Till Fellrath, Direktor, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin
Prof. Dr. Annegret Laabs, Direktorin, Kunstmuseum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen
Dr. Barbara Steiner, Direktorin und Vorständin, Stiftung Bauhaus Dessau
Moderation: Carsten Probst, Schriftsteller, Kunsttheoretiker und Kritiker
15 bis 15:45 Uhr.
Panel 4: Publikum
Besuchszahlen allein sagen wenig über gesellschaftliche Relevanz. Wie erreichen ostdeutsche Museen Publikumsgruppen jenseits der klassischen Besuchenden? Was bedeutet „Teilhabe“ in einer Region, die demografisch schrumpft und politisch unter Druck steht? Und wie misst man Wirkung jenseits von Eintrittsstatistiken?
Im Gespräch
Prof. Dr. Marion Ackermann, Präsidentin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Dr. Pirko Kristin Zinnow Direktorin, Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern / Staatliches Museum Schwerin
Dr. Roland Krischke, Direktor, Altenburger Museen, Lindenau-Museum Altenburg
Moderation: Elke Buhr, Chefredakteurin Monopol Magazin
16 bis 16:45 Uhr
Panel 5: Vermittlung
Kunstvermittlung ist mehr als Erklärung – sie entscheidet darüber, wer sich in einem Museum willkommen fühlt und wer nicht. Wie gestalten Museen ihre Vermittlungsarbeit angesichts heterogener Publika, begrenzter Ressourcen und politischer Spannungen? Und welche Formate öffnen Museen als Orte der Begegnung, ohne ihre kuratorische Haltung aufzugeben?
Im Gespräch
Ulrike Kremeier, Direktorin, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst, Cottbus / Frankfurt (Oder)
Dr. Jörg-Uwe Neumann, Direktor, Kunsthalle Rostock
Claudia Schmidt, Leiterin Bildung und Vermittlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Moderation: Dr. Sarah Alberti, Journalistin & Kunsthistorikerin
Kosten
Eintritt frei, ohne Anmeldung, die Panels werden aufgezeichnet und Online abrufbar sein.
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