[ materialistin ] zeigt Skulpturen und raumspezifische Installationen im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, die sich mit gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen auseinandersetzen. Die Gruppenausstellung der acht in Leipzig arbeitenden Bildhauer*innen Laura Eckert, Enne Haehnle, Elisabeth Howey, Lucy König, Agnes Lammert, Wibke Rahn, Theresa Rothe und Sophie Uchman hebt neue Formen kollektiver Praxis und Solidarität hervor. Sie ist ein Signal, das im Jubiläumsjahr weit über den Hamburger Bahnhof hinausweist.
Die [ materialistin ] ist eine Gruppe Leipziger Künstlerinnen, deren Arbeits- und Handlungsschwerpunkt im erweiterten Feld der Skulptur liegt. Die Künstlerinnen arbeiten mit Stahl, Stein, Gips und Beton, pflanzlichen Fasern und nachwachsenden Rohstoffen, Wachs und Ton. Sie produzieren skulpturale Objekte sowie raumspezifische Installationen. Die Gruppe positioniert sich zu feministischen sowie gesellschafts- und kulturpolitischen Fragestellungen: Sie agiert solidarisch und ist nicht hierarchisch organisiert. Den körperlichen, ökonomischen und logistischen Herausforderungen im Feld der Bildhauerei setzen die Mitglieder das Teilen von Erfahrungswissen, Werkzeugen, Kontakten und Netzwerken entgegen. Die altersübergreifende Struktur stellt eine Besonderheit im Kunstfeld dar.
Katalog zur Ausstellung
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.
Kurator
Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist.
Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V.
Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
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