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Olfert de Vrijs Gemälde: „Dreimaster auf leicht bewegter See"

Untersuchung, Restaurierung, Kontextualisierung

Forschungsgegenstand war das ehemals für den Großen Kurfürsten geschaffene und in der besonderen Technik sogenannter „penschilderijen“ ausgeführte Gemälde „Dreimaster auf leicht bewegter See". Ziel des Projektes war sowohl die Untersuchung und umfassende Restaurierung des Gemäldes als auch die kunsthistorische Einordnung vor allem in Hinblick auf den ungewöhnlichen Entstehungs- und Auftragskontext.

Nachdem das Werk aufgrund seines schlechten Erhaltungszustands für etwa 170 Jahre dem Publikum nicht mehr zugänglich war, erwies sich die Restaurierung insbesondere aufgrund der besonderen Maltechnik sowie altersbedingter Veränderungen und der Folgen historischer Restaurierungsmaßnahmen als überaus komplex und langwierig. Nach der umfangreichen, zwölfjährigen Restaurierung erfolgte schließlich die kunsthistorische Untersuchung der Darstellung und deren Einbettung in den historischen Kontext. Damit wurde erstmals ein Gemälde von Olfert de Vrij (1635–1699), einem bislang weitgehend unbeachteten, aus Hoorn stammenden Juristen und Marinespezialisten, Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung.

  • Theresia Schmitt: „Sehnsucht nach Seemacht. Der Große Kurfürst versuchte einst, in den Überseehandel einzusteigen. Von seinen Ambitionen zeugt ein frisch restauriertes Marinebild in der Gemäldegalerie“, in: Museumsjournal 1 (2023), S. 90–92.
  • Katja Kleinert (Hrsg.): „Vision Seemacht. Ein Marinestück für den Großen Kurfürsten. Restaurierung, Technik, Kontext “ (Schiff und Zeit – Panorama Maritim, Beiheft 4 der Gesellschaft für Schifffahrts- und Marinegeschichte e.V.), Berlin 2023 (in Vorbereitung).
  • Katja Kleinert (Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin), Margaux Shraiman (Universiteit Utrecht): „Gemalte Ambitionen – der Große Kurfürst, die Seefahrt und ein erstaunliches Marinestück“, Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Vision Seemacht“, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, 26. Januar 2023
  • Babette Hartwieg (Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin), Maria Zielke (Kulturstiftung Dessau-Wörlitz): „Olfert de Vrijs Marinebild von 1665. Maltechnik und Restaurierung“, Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Vision Seemacht“, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, 26. Januar 2023
  • Thomas Eisentraut (Verkehrsmuseum, Dresden): „Hart am Wind – Die Niederländer & das maritime ‚Goldene Zeitalter‘“, Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Vision Seemacht“, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, 23. Februar 2023
  • Marko Richter (Deutsche Gesellschaft für Schifffahrts- und Marinegeschichte e.V.): „Wunsch und Wirklichkeit – brandenburgische Schiffe auf Gemälden“, Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Vision Seemacht“, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, 23. Februar 2023
  • Jürgen Luh (Research Center Sanssouci, Potsdam): „Kurfürst – Flotte – Kolonie“, Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Vision Seemacht“, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, 23. März 2023
  • Johannes Eberhardt (Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin): „Guineadukaten im Kontext“, Vortragsreihe zur Sonderausstellung „Vision Seemacht“, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, 23. März 2023

Ziele und Ergebnisse: Restaurierung und Untersuchung des Gemäldes Olfert de Vrijs, wissenschaftliche Sonderpräsentation zu dem Gemälde
Projektträger: Gemäldegalerie Staatliche Museen zu Berlin
Projektverantwortliche: Dr. Babette Hartwieg (Chefrestauratorin der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin), Dr. Katja Kleinert (Kustodin für niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin)
Projektbeteiligte: Maria Reimelt (ehem. Gemälderestauratorin der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin), Maria Zielke (ehem. Gemälderestauratorin der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin), Bertram Lorenz (Holzrestaurator der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin), Theresia Schmitt (ehem. wissenschaftliche Museumsassistentin in Fortbildung an der Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin)
Laufzeit: 2009 bis 2023