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Neues Licht für Alte Meister: Neues Beleuchtungssystem in der Gemäldegalerie

Die Berliner Gemäldegalerie hat von Oktober 2021 bis September 2023 ein innovatives Beleuchtungskonzept umgesetzt. Es stellt sowohl in konservatorischer und ästhetischer als auch in ökologischer Hinsicht eine wesentliche Verbesserung dar. Durch reduziertes Oberlicht, eine harmonische Grundbeleuchtung und präzise gesetzte Lichtakzente auf einzelne Werke konnte die Präsentation der Sammlung optimiert werden.

Lichtkonzept

Das neue Beleuchtungskonzept beruht im Wesentlichen auf drei Komponenten: Reduzierung des natürlichen Oberlichts, Regulierbarkeit der indirekten Beleuchtung und Einsatz zusätzlicher Deckenstrahler.

Das über die Vouten der Decke indirekt eingebrachte Licht kann nun in den Ausstellungsräumen bis auf 20 LUX gedimmt werden. Dies ermöglicht es, zukünftig neben den Gemälden auch sehr lichtempfindliche Objekte, wie Arbeiten auf Papier, auszustellen. Damit lässt sich eine sammlungsübergreifende Präsentation verschiedener Medien und Gattungen sehr viel flexibler gestalten, als dies bisher der Fall war.

Der Einsatz von zusätzlichen Spots ermöglicht es zudem, die Bilder direkt anzustrahlen, so dass die Farben leuchten und die malerische Beschaffenheit der Werke, Details sowie dunkle Partien besser sichtbar sind.

Nachhaltigkeit

Dank der Umstellung der Innenbeleuchtung auf LED ist diese energiesparend, wartungsarm und nachhaltig. Zugleich ermöglicht sie eine verbesserte Ausleuchtung der Objekte. Wertvolle Energieressourcen können eingespart und gleichzeitig die Bilder geschont werden. Damit hat die Gemäldegalerie ein zeitgemäßes, nachhaltiges Lichtkonzept bei optimaler konservatorischer und ästhetischer Präsentation ihrer Kunstwerke erhalten.

Förderung oder Finanzierung

Die Modernisierung des Beleuchtungssystems wurde ermöglicht dank einer großzügigen finanziellen Förderung der Adolf Würth GmbH & Co. KG.