Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow

30.01.2026 bis 31.05.2026
Gemäldegalerie

Die Ausstellung zeigt, wie fünf junge Designer*innen traditionelle Handwerkskunst in zeitgenössische Mode übersetzen: Die Ausstellung präsentiert aufwendige Modeentwürfe, gibt Einblicke in deren Entstehungsprozess und regt dazu an, Handwerk als generationsübergreifenden Dialog zu begreifen und fortzuführen.

Analoge Künste in digitalen Zeiten

Kann Handwerkskunst als ein Erfahrungsaustausch über Generationen hinweg begriffen werden? Lässt sich der Dialog über ein gänzlich analoges Gut auch in digitalen Zeiten fortführen? Wie werden wir uns an traditionelle Techniken erinnern – und kann es gelingen, sie auch in Zukunft zu erhalten? Mit diesen Fragen haben sich fünf junge Modedesigner*innen über Monate hinweg auseinandergesetzt.

„Dabei haben wir uns ein Universum vorgestellt, in dem diese Erinnerung als Nostalgie Gestalt annimmt – wie eine Reminiszenz, bei der es unmöglich ist zu unterscheiden, was real und was imaginiert ist“, so Aleksander Kudrischow, Laura De Sousa, Lennart Bohle, Jon Liesenfeld und Melanie Parzenczewki vom V-Collective. „In dieser Welt taucht das Handwerk in neuen Formen wieder auf: Manche Details bleiben lebhaft, andere verschwimmen, lösen sich auf und verschmelzen zu einer hybriden, futuristischen Vision von Handwerkskunst“.

Auf Grundlage der Denk- und der Handarbeit der fünf Kreativen ist die Kollektion „Echoes of Tomorrow“ entstanden, die in den Räumen der Gemäldegalerie zu sehen sein wird. Die Ausstellung lädt Besucher*innen dazu ein, sich mit traditionellen Techniken auseinanderzusetzen, deren zeitgenössische Neuinterpretationen kennenzulernen und über die Mode der Zukunft nachzudenken.

Ein Jahr des Experimentierens und Erschaffens

Das V-Collective setzt sich aus Teilnehmer*innen der Initiative Fashion x Craft zusammen: Das Projekt des Branchenverbands Fashion Council Germany in Kooperation mit eBay Deutschland und The King’s Foundation bietet jungen Mode- und Textildesigner*innen ein maßgeschneidertes Förderprogramm, das Themen der Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Innovation gleichermaßen fokussiert. Dabei werden die Teilnehmer*innen während Residency-Aufenthalten beim Good Garment Collective in Berlin und einem Stiftungssitz der King’s Foundation im englischen Highgrove in weitreichenden Workshops und intensiven Mentoringprogrammen an handwerkliche Prozesse herangeführt, die über die Grenzen traditioneller Mode- und Textilproduktion hinausgehen.

Aus der diesjährigen Ausgabe der Initiative sind das V-Collective und seine 24-teilige Modekollektion hervorgegangen: Sie basiert auf den Handwerkskünsten, die den Teilnehmenden innerhalb des Projektjahres vermittelt wurden, darunter natürliche Färbetechniken, Weben und Klöppeln, aber auch modefremde Techniken wie Korbflechten, Metall- und Holzarbeit. Die Entwürfe wurden aus sogenannten Deadstock-Materialien gefertigt – also nicht verwendeten Stoffen und Fasern größerer Unternehmen, die eBay Deutschland und die Deadstock-Plattform Zerow zur Verfügung gestellt haben.

Rohe Atelierwand im institutionellen Raum

Die Kleidungsstücke der Kollektion werden in Form einer Bühneninstallation ausgestellt. Dabei spielen die Räumlichkeiten der Gemäldegalerie eine wichtige Rolle für das Inszenierungskonzept: Der musealen Perfektion des Ausstellungsortes – den der Kreativdirektor des Traditionshauses Dior, Jonathan Anderson, unlängst als einen der schönsten Museumsräume der Welt beschrieb – setzt die Schau des V-Collective im hinteren Teil der Wandelhalle eine zum Teil herbe, rohbauliche Wandgestaltung mit Gips- und Farbresten entgegen. Ergänzt durch Stoffhängungen, Collagen und Skizzen entsteht der Eindruck einer Atelierwand, die den Erarbeitungsprozess der Kollektion atmosphärisch in den institutionellen Raum der Gemäldegalerie überträgt und dort nachvollziehbar macht.

Eröffnung im Rahmen der Fashion Week

Die Ausstellung wird im Rahmen der Berlin Fashion Week feierlich eröffnet. Zeitgleich wird im vorderen Teil der Wandelhalle die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ gezeigt – eine eindrucksvolle Begegnung von Kunst der Vergangenheit mit zeitgenössischer Mode in Entwurf, Fotografie, Film und Haute Couture. Vom 3. bis 22. Februar 2026 zeigt zudem Der Berliner Salon Modeentwürfe junger Designer*innen im Dialog mit der Dauerausstellung der Gemäldegalerie.


Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

Fotoshooting für die Zeitschrift ACHTUNG anlässlich des BERLINER SALONS in der Gemäldegalerie 2025, Entwurf Leya zu Stolberg, mit Gemälde von Paolo de Matteis
Foto: Ralph Mecke

30.01.2026 bis 31.05.2026

Ausstellungsansicht „Der Berliner Salon“, Gemäldegalerie 2026, mit Entwürfen von J.A.I.W und Gemälden von Thomas Gainsborough
Foto: René Lohse für Nowadays

03.02.2026 bis 22.02.2026

Montaggeschlossen
Dienstag10 bis 18 Uhr
Mittwoch10 bis 18 Uhr
Donnerstag10 bis 18 Uhr
Freitag10 bis 18 Uhr
Samstag10 bis 18 Uhr
Sonntag10 bis 18 Uhr

Gemäldegalerie Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert
14,00 EUR ermäßigt 7,00
Ticket kaufen

Kulturforum
22,00 EUR ermäßigt 11,00
alle Ausstellungen
Ticket kaufen

Jahreskarte
Ticket kaufen

Museumspass Berlin 3 Tage für Dauerausstellungen
32,00 EUR ermäßigt 16,00
3 Tage für Dauerausstellungen
Ticket kaufen

Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,00 EUR
Weitere Informationen

Eingang für Besuchende

Johanna und Eduard Arnhold Platz (ehem. Matthäikirchplatz)
10785 Berlin

U-Bahn: Potsdamer Platz
S-Bahn: Potsdamer Platz
Bus: Potsdamer Brücke, Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße, Kulturforum, Philharmonie

vollständig rollstuhlgeeignet

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
Fragen | Buchung | Feedback