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Erschließung & Digitalisierung der Tonaufnahmen der Preußischen Phonographischen Kommission 1915–18

Die 1915 ins Leben gerufene "Königlich Preußische Phonographische Kommission" hatte das Ziel, Sprache und Musik von in deutschen Kriegsgefangenenlagern festgehaltenen Ausländern zu dokumentieren. Renommierte deutsche Wissenschaftler waren an diesem Projekt beteiligt, die Gesamtleitung lag bei Prof. Carl Stumpf, dem Gründer des Berliner Phonogramm-Archivs.

In den Beständen des Berliner Phonogramm-Archivs im Ethnologischen Museum stellt die Wachswalzensammlung "Phonographische Kommission" mit 1.022 Walzen den umfangreichsten der historischen Bestände dar. Bei den Tondokumenten handelt es sich ausschließlich um Musikaufnahmen, die durch entsprechende Dokumentationen (Aufnahmeprotokolle, Liedtexte in Originalsprache und Übersetzung, Zeichnungen und Fotos, Korrespondenzen) ergänzt werden. In den Aufnahmen ist eine Vielzahl von ethnischen Gruppen, vorzugsweise aus europäischen Ländern und deren damaligen überseeischen Gebieten, vertreten.

Ziele des Projekts sind die Erschließung und Digitalisierung der Walzenaufnahmen der "Phonographischen Kommission" sowie aller damit verbundenen schriftlichen Unterlagen, die Zusammenführung dieser Digitalisate mit den entsprechenden Beständen des Lautarchivs der Humboldt-Universität zu Berlin in einer gemeinsamen Datenbank und die anschließende öffentliche Präsentation.


Betreuer: Prof. Dr. Lars-Christian Koch, Leiter der Abteilung Musikethnologie, Medien-Technik und Phonogramm-Archiv des Ethnologischen Museums; Dr. Susanne Ziegler
Kooperationspartner: Humboldt-Universität zu Berlin, Helmholtz-Zentrum
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: 2012 bis 2015