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‚Can Heritage Objects Represent a Home?‘ Ein partizipatives Forschungsprojekt zu den Syrien-Sammlungen im Ethnologischen Museum

Das Projekt beschäftigt sich mit den im Ethnologischen Museum befindlichen Sammlungen aus Syrien. Es ist eine Erweiterung des partizipativen Projekts „Geteiltes Wissen“ zur Amazoniensammlung im Ethnologischen Museum und wird wie das Amazonienprojekt von der VolkswagenStiftung gefördert.

Ziel des Projekts ist es, die Sammlungen – hauptsächlich – unter Syrer*innen bekannt zu machen, und gemeinsam mit ihnen nach partizipativen Prinzipien zu forschen. Durch die Partizipation gelingt es dem Projekt, einen engen Bezug zwischen den Menschen und dem materiellen und immateriellen Erbe herzustellen.

Für die Teilnahme der Syrer*innen verfolgt das Projekt dabei eine doppelte Strategie: Zum einen wurde ein Komitee gegründet, das sich vor Ort in Berlin, mit den Sammlungen und anderen museumsbezogenen Themen beschäftigt, und dazu auch öffentliche Veranstaltungen durchführt, um weitere Syrer*innen zu erreichen. Zum anderen wurden die Bestände der Sammlungen über eine Onlineplattform veröffentlicht und alle Interessierten sind dazu eingeladen, sich in die Beschreibung und Erforschung dieses Kulturerbes digital einzubringen.

So strebt das Projekt einen doppelten Nutzen an: Es erfordert einerseits die Teilnahme von Syrer*innen, um von und mit ihnen Informationen über ihr Kulturerbe zu sammeln und sich untereinander und mit der Projektleiterin auszutauschen. Andererseits eröffnet es den Syrer*innen die Möglichkeit, einen bedeutenden Teil ihres Kulturerbes kennenzulernen, wobei die Kulturgüter als Grundlage dienen, um sich offen mit verschiedenen Themen zu befassen.

Das Projekt sieht die Sammlungsobjekte als wichtigen inspirierenden Faktor, um syrisches Kulturerbe entsprechend der heutigen Zeit neu zu konzipieren und zu formulieren; die Bestände dienen als Ausgangspunkt für vielfältige Diskussionen und Kritik und als Möglichkeit, vorhandene Themen zu verknüpfen.

Die Ergebnisse des Projekts werden in der Ausstellung „Von… Bis…– Zarkashat Turathia“ vom 6. Mai bis 5. September 2021 im Ethnologischen Museum präsentiert. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Forschungscampus Dahlem statt, und wurde von Museum und Location gefördert.


Einrichtung: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Projektleiterin: Mariam Bachich, M.A.
Partnerinnen im Ethnologischen Museum: Frau Dr. Ingrid Schindlbeck und Frau Dr. Andrea Scholz
Syrische Kooperationspartner*innen in Berlin: Frau Dr. Swiess Al-Battman, Frau Raja Banout, Frau Jehan Daoud, Frau Tamara Duedari, Frau Dima Nassar, Herr Salah Hebbo, Herr Yeser Al-Amin (Vertreter von Union der Syrischen Studenten und Akademiker e. V. (USSA)), Herr Dr. Yasser Al-Hamwi (Vertreter von Homs League Abroad e. V.), Herr Dr. Ahmad Al-Rawi (Vertreter von Syrian International Geography Network), und Herr Humam Al-Salim (Vertreter von Syria Art).
Förderung: VolkswagenStiftung
Zeitraum: September 2017 bis Januar 2021