Seit Samstag, 24. April 2021, sind alle Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin bis auf Weiteres geschlossen. Weitere Informationen

Im Mittelpunkt des Projekts stehen archäologische Objekte, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert aus den Ländern Zentralamerikas nach Deutschland kamen.

Zwar war Deutschland nie Kolonialmacht in Zentralamerika und darüber hinaus erlangten die Länder Mexiko, Guatemala und Honduras 1821 ihre Unabhängigkeit vom spanischen Königreich. Dennoch wirkten koloniale Machtprinzipien bis weit in das 20. Jahrhundert hinein fort. Deutsche Geschäftsleute nutzten die fragilen politischen Strukturen zur Gewinnerwirtschaftung im Handel und zur Ausbeutung von Ressourcen. Dazu gehörte ebenso die Ausbeutung des Bodens hinsichtlich archäologischer Objekte und der Handel mit denselben, die zu jener Zeit in Europa eine große Nachfrage erfuhren.