Seit Samstag, 24. April 2021, sind alle Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin bis auf Weiteres geschlossen. Weitere Informationen

Die Akteure des Forschungscampus Dahlem

Der Forschungscampus Dahlem zeichnet sich durch das sparten- und sammlungsübergreifende Zusammenwirken verschiedener Institutionen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz aus:

Das aus der königlichen Kunstkammer hervorgegangene Ethnologische Museum gehört seit seiner Gründung 1873 international zu den größten und bedeutendsten seiner Art. In seinen Sammlungen befinden sich circa 500.000 ethnografische, archäologische und kulturhistorische Objekte aus Afrika, Asien, Amerika, Australien und der Südsee. Sie werden ergänzt durch 140.000 musikethnologische Tondokumente, 285.000 ethnografische Fotografien, 20.000 Filme und 200.000 Seiten Schriftdokumente.

Für zahlreiche seiner Sammlungen gilt, dass sie zu den umfangreichsten überhaupt zählen. Wegen Umzugsvorbereitungen für das Humboldt Forum ist das Ethnologische Museum seit Anfang 2017 am Standort Dahlem geschlossen. Ab Spätsommer 2021 wird es im Humboldt Forum mit einer umfangreichen Sammlungspräsentation zu sehen sein.

Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) ist eine interdisziplinär orientierte Einrichtung des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches mit Lateinamerika, der Karibik, Spanien und Portugal. Es beherbergt ein Wissensarchiv mit der größten europäischen Spezialbibliothek für den ibero-amerikanischen Kulturraum. Darüber hinaus ist es ein Ort der Wissensproduktion, der Wissensvermittlung und der kulturellen Übersetzungen. Die einzigartige Verbindung von Informationszentrum, Forschungszentrum und Kulturzentrum macht das IAI zu einer Plattform für Kooperationen und zu einem Katalysator für interkulturelle und transkulturelle Dialoge. Das IAI ist eine Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Das Institut für Museumsforschung fühlt sich dem nationalen und internationalen Museumswesen verpflichtet. Es forscht mit und über Museen, entwickelt neue Formate und erhebt Daten über die Museumslandschaft in Deutschland.

Themenübergreifend fokussiert es dabei auf vier Kompetenzfelder:

  • Forschen mit und über Museen,
  • Wissen kommunizieren und verhandeln,
  • Standards entwickeln und digitale Vernetzung fördern,
  • Daten erheben und evaluieren.

Die Kunstbibliothek ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit einer der weltweit größten Museumsbibliotheken. Hinzu kommen bedeutende Sammlungen zur Geschichte der Architektur, der Fotografie, des Grafikdesign und der Mode, sowie zur Buch- und Medienkunst. Die Bibliothek und die Museumssammlungen repräsentieren gemeinsam das ganze Quellenspektrum der kunst- und kulturwissenschaftlichen Forschung.

Das Museum Europäischer Kulturen (MEK) beschäftigt sich mit Lebenswelten und kulturellen Verflechtungen in Europa vom 18. Jahrhundert bis heute. Es beherbergt ca. 285.000 Objekte der Alltagskultur und der popularen Kunst aus ganz Europa. Mit seiner Arbeit begleitet es nicht nur aktuelle soziale und kulturelle Prozesse, sondern zeigt auch historische und globale Zusammenhänge auf. Damit trägt es zum Verständnis einer gemeinsamen europäischen Geschichte und Kultur in ihrer Vielfalt bei.

So stellt es stets einen Bezug zwischen seiner historischen Sammlung und aktuellen Themen her. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Interessensgemeinschaften und der Austausch mit Besucher*innen. Zudem engagiert sich das MEK in internationalen Kulturprojekten und Museumsnetzwerken.

Das Spektrum der Sammlungen des Museums für Asiatische Kunst umfasst Kunst und Kunsthandwerk vom 5. Jahrtausend v.u.Z. bis in die Gegenwart: unter anderem Malerei und Grafik, Lackkunst und Keramik aus Ostasien sowie buddhistische, jainistische und hinduistische Skulpturen, illuminierte Manuskripte und Miniaturmalerei aus Süd-, Südost- und Zentralasien. Die buddhistischen Wandmalereien und Skulpturen von der nördlichen Seidenstraße stellen ein Verbindungsglied zwischen den Kulturen Süd- und Ostasiens dar.

Ebenso wie das Ethnologische Museum ist das Museum für Asiatische Kunst wegen Umzugsvorbereitungen für das Humboldt Forum seit Anfang 2017 am Standort geschlossen. Ab Spätsommer 2021 wird es im Humboldt Forum mit einer umfangreichen Sammlungspräsentation zu sehen sein.

Die Vielfalt und Besonderheiten der Aktivitäten des Rathgen-Forschungslabors basieren auf den unterschiedlichen Kompetenzen der Mitarbeiter*innen und der engen Zusammenarbeit mit den Sammlungen und Instituten der Staatlichen Museen zu Berlin.

Chemiker*innen, Physiker*innen, Biolog*innen, Mineralog*innen, Geolog*innen und Konservierungswissenschaftler*innen arbeiten und forschen an interdisziplinären Projekten im Bereich der Kulturerbeforschung. Oberstes Ziel ist es dabei, das kulturelle Erbe als unerschöpflichen Wissensspeicher zu verstehen und zu erhalten. Dazu leistet das Rathgen-Forschungslabor als naturwissenschaftliche Einrichtung der Staatlichen Museen einen bedeutenden Beitrag.