Vom Bombenschutt ans Tageslicht - Wie Archäologie auf moderne Kunst trifft und Zeitgeschichte sichtbar macht

Workshop | 150 Minuten | 75 €

Sekundarstufe I – II

16 Skulpturen der Klassischen Moderne: beschlagnahmt im Nationalsozialismus als „entartete Kunst“, ausgestellt 1937 in der gleichnamigen Propagandaschau in München, ausgegraben 2010 vor dem Berliner Rathaus. Im Workshop schauen wir uns diese spektakulären Funde und ihre Geschichte genauer an: Wie kamen sie hierher? Was ist nach 65 Jahren im Bombenschutt von ihnen übrig? Wie sahen sie ursprünglich aus, warum galten sie im Nationalsozialismus als „entartet“? 

Anhand von Bildvergleichen arbeiten wir inhaltliche und stilistische Merkmale heraus. Wir analysieren die Ausstellungsgestaltung von 1937 und die Wirkmacht der Inszenierung. Wie werden die Skulpturen heute im PETRI Berlin ausgestellt? Gemeinsam überlegen wir, welche Wirkung sie als archäologische Funde entfalten und wie relevant ihre mahnende Botschaft in der heutigen Zeit ist.  

Der 2,5-stündige Workshop verbindet die Fächer Bildende Kunst und Geschichte und richtet sich an Oberstufenkurse der Jahrgänge 11-13, sowie 10. Klassen (Voraussetzung: Grundwissen zum Nationalsozialismus). 

Ort: PETRI Berlin
Treffpunkt: Foyer

Ausstellung:
Berliner Skulpturenfund

Museen & Einrichtungen:
Museum für Vor- und Frühgeschichte

Newsletter abonnieren