Karl Friedrich Schinkel, Die Zauberflöte, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, Entwurf zur Dekoration, Die Sternenhalle der Königin der Nacht, Detail / Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Karl Friedrich Schinkel, Die Zauberflöte, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, Entwurf zur Dekoration, Die Sternenhalle der Königin der Nacht, Detail / Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Dialog der Linien – Frieden durch Schrift
Kalligrafien von Haji Noor Deen Mi Guangjiang

27.09.2025 bis 21.12.2025
Forschungscampus Dahlem

Als besonderes Highlight der 5. Muslimischen Kulturwoche zeigt die Ausstellung die einzigartigen Werke von Haji Noor Deen, der 1963 in der chinesischen Provinz Shandong geboren wurde und der Hui-Minderheit angehört, einer muslimischen Bevölkerungsgruppe mit tief verwurzelter kultureller Geschichte in China.

In seinen Arbeiten verschmelzen zwei der ältesten und komplexesten kalligrafischen Traditionen der Welt: Die fließende Eleganz der arabischen Schrift verbindet sich mit der formalen Strenge und Harmonie der chinesischen Kalligrafie. Diese Werke entstehen in einem meditativen Prozess, jedes Zeichen ist durchdrungen von Spiritualität, Disziplin und künstlerischem Feingefühl. Jahrzehntelanges Studium in China, Ägypten und der Türkei steht hinter den schwungvollen, mit scheinbarer Leichtigkeit geschriebenen Formen. Die kühne und einzigartige Verbindung beider Traditionen ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal von Haji Noor Deen.

Die Ausstellung zeigt nicht nur die kunstvolle Beherrschung beider Schriftsysteme, sondern lädt dazu ein, den interkulturellen Dialog durch die Linse der Kunst neu zu betrachten. „Dialog der Linien“ eröffnet einen Raum, in dem Religion, Kultur und Ästhetik in einen stillen, respektvollen Austausch treten.

Der Forschungscampus Dahlem fördert mit seinem spartenübergreifenden und transparenten Forschungsansatz genau solche Begegnungen, die verschiedene Wissensformen und kulturelle Perspektiven zusammenbringen. Dabei versteht er sich als offenes Forum für Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft und bietet mit seinen vielfältigen Institutionen den idealen Rahmen, um Themen wie religiöse Vielfalt, kulturelle Verständigung und die Rolle von Schrift als Kommunikationsmedium umfassend zu erforschen und sichtbar zu machen.

Mit dieser Ausstellung wird ein Brückenschlag zwischen traditioneller Kunst und zeitgenössischer Forschung sichtbar, der weit über den klassischen Ausstellungsbegriff hinausgeht und Besucher*innen zu einem reflektierten Austausch einlädt.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.


Eine Sonderausstellung des Forschungscampus Dahlem der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Forum Dialog e.V.

Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwochgeschlossen
Donnerstag14 bis 18 Uhr
Freitaggeschlossen
Samstaggeschlossen
Sonntag12 bis 16 Uhr
9. Oktober bis 21. Dezember 2025
Donnerstag: 14 bis 20 Uhr
Sonntag: 11 bis 18 Uhr

Der Eintritt in die Ausstellungen am Forschungscampus Dahlem ist frei.

Eingang für Besuchende

Lansstraße 8
14195 Berlin

U-Bahn: Dahlem-Dorf
Bus: U Dahlem-Dorf, Edwin-Redslob-Straße

Weiterführende Links

Story „Mit Pinsel und Qalam. Chinesisch-Arabische Kalligraphien von Haji Noor Deen“ auf Islamic·Art (Online-Portal des Museums für Islamische Kunst)