Áimmuin
Sámisches Kulturerbe wieder-verbinden

15.08.2024 bis 30.11.2025
Museum Europäischer Kulturen

Der Projektraum Áimmuin beherbergt die sámische Sammlung, die das MEK gegenwärtig gemeinsam mit Partnermuseen und Communities aus Sápmi untersucht und dabei auch neue Wege für die Wiederaneignung von Kulturerbe erprobt. Seit 15. August 2024 ist der Raum für Publikum geöffnet. Besucher*innen können Ergebnisse dieses Prozesses kennenlernen.

In einem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste seit Ende 2022 geförderten Forschungsprojekt untersuchen Mitarbeiter*innen des Museums gemeinsam mit Forscher*innen und Kunsthandwerker*innen aus Sápmi die Provenienz der sámischen Sammlung am MEK. Ziel ist es nicht nur, Erwerbungskontexte zu beleuchten. Es geht auch darum, die Objekte mit ihren sámischen Namen und Geschichten zu verbinden und so zur Wiederaneignung sámischen Kulturerbes beizutragen.

Für die Forschungsarbeit entstand eigens der Projektraum Áimmuin, was auf Nordsámisch bedeutet: bewahrt, an einem sicheren Ort, erreichbar, in der Nähe, noch in der Luft, nicht vergessen. Hierher zog die sámische Sammlung aus dem Depot um: Über 800 Objekte wurden dekontaminiert, teilweise restauriert und nach sámischen Kategorien in Studiensammlungsschränken neu geordnet.

Die Forscher*innen und Kunsthandwerker*innen aus Sápmi erhielten in diesem Raum einen leichteren und direkteren Zugang zu den sonst im Depot verwahrten Objekten. In der hier geschaffenen geschützten Arbeitsumgebung konnten sie sich intensiv mit der Sammlung auseinandersetzen und zu eigenen Werken inspirieren lassen. Seit 15.  August 2024 sind diese Werke – im Dialog mit der historischen Sammlung – in Áimmuin zu sehen. Für Besucher*innen werden damit auch erste Ergebnisse der Provenienzforschung erfahrbar, während die Arbeit im Projekt noch am Anfang steht und viele weitere Jahre der intensiven Auseinandersetzung benötigen wird.


Ein Projektraum des Museums Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit Siida – Sámi Museum (Aanaar/Anár/Inari, Finnland), Ájtte-Museum (Jåhkåmåhke/Dálvvadis/Jokkmokk, Schweden) und Dávvirat Duiskkas (Projekt „Sámische Sammlungen in deutschen Museen“, Norwegischer Museumsbund)

Blick in die sámische Sammlung des Museums Europäischer Kulturen
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Christian Krug
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10 bis 17 Uhr
Donnerstag10 bis 17 Uhr
Freitag10 bis 17 Uhr
Samstag11 bis 18 Uhr
Sonntag11 bis 18 Uhr

Eingang für Besuchende

Arnimallee 25
14195 Berlin

U-Bahn: Dahlem-Dorf
Bus: U Dahlem-Dorf, Limonenstraße, Arnimallee 

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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Weiterführende Links

Die sámische Sammlung am Museum Europäischer Kulturen: Ein multiperspektivischer Ansatz zur Provenienzforschung