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Vasenforschung (CVA)

Entscheidende Beiträge zur archäologischen Grundlagenforschung leistet seit 1921 das Corpus Vasorum Antiquorum (CVA). Das international angelegte Projekt, an dem zurzeit 27 Länder mitwirken, widmet sich der systematischen Erschließung griechischer und italischer Keramik in Museen und Sammlungen. In Deutschland wird es getragen von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München.

Die hierbei entstehenden Publikationen gliedern die Objekte nach Vasenformen und Malstilen. Neben einer fotografischen und zeichnerischen Dokumentation enthalten sie eine vollständige Bibliografie, Angaben zur Herkunft, Herstellungstechnik und nachantiken Geschichte, zur figürlichen Dekoration der Gefäße und ihrer Bedeutung sowie eine landschaftliche und chronologische Einordnung. Wenn möglich, werden sie Maler- und Töpferwerkstätten zugewiesen. Naturwissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen Aussagen zu Farben und Werkstätten.

Das deutsche CVA – inklusive der drei in der DDR extra gezählten Bände – umfasst bisher 108 Bände, davon allein 19 über die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.

Die Bände werden im Beazley-Archiv in Oxford digitalisiert und sind über dessen Datenbank www.cvaonline.org im Internet abrufbar. Internationale Kolloquien führen in zweijährigem Turnus Vasenforscher aus mehreren Ländern zusammen.


Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Scholl; Prof. Dr. Stefan Schmidt (BAdW München)
Projektteam: Ursula Kästner (bis 2016), Dr. Nina Zimmermann-Elseify, Dr. Angelika Schöne-Denkinger, Dr. Laura Puritani, Dr. Agnes Schwarzmaier, Dr. Stefan Distler. Restaurierung: Bernd Zimmermann, Anke Kobbe. Fotografien: Johannes Laurentius (bis 2018), Johannes Kramer. Zeichenarbeiten: Jörg Denkinger.
Projektträger: Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) München.
Kooperationspartner: Union Académique Internationale (UAI)
Projektförderung: Akademienprogramm
Laufzeit: Langzeitprojekt
Projektwebsite: www.cvaonline.org