Berliner Skulpturennetzwerk. Kontextualisierung und Übersetzung antiker Plastik

Das Verbundprojekt "Berliner Skulpturennetzwerk. Kontextualisierung und Übersetzung antiker Plastik" ist eine Kooperation der Freien Universität Berlin und der Staatlichen Museen zu Berlin und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Johanna Fabricius (Institut für Klassische Archäologie der FU Berlin) und Prof. Dr. Andreas Scholl (Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin).

Das Projekt wurde von 2009 bis 2012 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderschwerpunktes "Übersetzungsfunktion von Geisteswissenschaften" (Anwendungsfeld C: "Forschen in und mit Museen") als Teil der Förderinitiative "Freiraum für Geisteswissenschaften" finanziert.

Ziel des Projektes ist die digitale Erfassung und Neupublikation der antiken Skulpturen der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin (ca. 4.400) sowie der neuzeitlichen Gipsabgüsse nach antiker Plastik (ca. 4.000) in den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin, der Gipsformerei, der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität und dem Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Die wissenschaftlichen Leitfragen zielen auf eine historisch differenzierte Rekonstruktion antiker Aufstellungskontexte und auf die Gewinnung räumlicher, funktionaler und inhaltlicher Zusammenhänge. Dazu sollen auch die zugehörigen Archivalien und die aktuellen Grabungsdaten erfasst und zusammengeführt werden. Diese Arbeiten werden mit Unterstützung ausgewiesener Fachwissenschaftler durchgeführt.

Angeschlossene Teilprojekte sind die Verknüpfung aller Daten in einem semantischen Kontextbrowser und die Erstellung einer interaktiven 3D-Visualisierung der antiken Stadt Pergamon und seinem Umland (Bestandserfassung der Ausgrabungen, Rekonstruktion der bekannten Stadtanlage, Kontextualisierung der Statuen, Landschaftsrekonstruktion).

Ausgewählte Forschungsergebnisse wurden in der großen Ausstellung "Pergamon – Panorama der antiken Metropole" im Pergamonmuseum (September 2011 bis September 2012) vorgestellt.

Die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts wurden in Form von Online-Katalogen veröffentlicht, die im Sommer 2013 online gestellt wurden.

Die Expertise des "Berliner Skulpturennetzwerkes" soll langfristig innerhalb des aus dem Exzellenzcluster Topoi hervorgehenden "Berliner Antike-Kolleg" verstetigt und in der universitären Lehre fruchtbar gemacht werden.


Projektwebsite: arachne.uni-koeln.de
Projektleitung: Andreas Scholl (Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin), Johanna Fabricius (FU Berlin)
Mitarbeiter*innen: Antikensammlung: Martin Maischberger, Johanna Auinger, Annika Backe-Dahmen, Astrid Fendt, Ralf Grüßinger, Mathias René Hofter, Sabine Neumann; FU Berlin: Johanna Fabricius, Ulrike Papadopoulos
Projektträger: Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin; Institut für Klassische Archäologie, FU Berlin
Kooperationspartner: Arbeitsstelle Digitale Archäologie am Archäologischen Institut der Universität zu Köln
Projektförderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Arbeitsstelle Digitale Archäologie am Archäologischen Institut der Universität zu Köln; Verein der Freunde der Antike auf der Museumsinsel e. V.
Laufzeit: 2009 bis 2012

Katalog

Aus dem Projekt ist der im August 2013 online publizierte Gesamtkatalog der Skulpturen in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin hervorgegangen. Auf ihm basieren bereits gedruckte bzw. geplante Kataloge. Selbstverständlich stellen diese Bände keine Duplizierung des digitalen Bestandsverzeichnisses dar. Während der digitale Katalog umfangreiche Beschreibungen und Kommentare, ausführliche bibliographische Angaben, Verweise auf Archivalien sowie zahlreiche Neuaufnahmen, historische Fotografien und Restaurierungskartierungen bietet, sind die gedruckten Katalogbände als nach inhaltlichen Kriterien strukturierte Orientierungshilfen gedacht.

Publikationen
Projektleitung:
Andreas Scholl, Agnes Schwarzmaier
Mitarbeiter*innen: Anja Ludwig, Ulrike Papadopoulos
Projektträger: Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin
Projektförderung: Ernst von Siemens Stiftung; Verein der Freunde der Antike auf der Museumsinsel e. V.
Laufzeit: laufend