Jeden Tag im Museum
Aufsichten präsentieren ihre Lieblingswerke

17.06.2022 bis 08.01.2023

Am Kulturforum, in Dahlem, in Köpenick und auf der Museumsinsel Berlin präsentiert die Ausstellungsintervention „Jeden Tag im Museum“ die Lieblingswerke des Sicherheitspersonals. Kaum jemand verbringt so viel Zeit mit den Objekten der Museen wie das Sicherheitspersonal. Tagein, tagaus beschützen sie die Werke, begrüßen Besucher*innen und entwickeln eine ganz eigene Beziehung zu den Sammlungen. Aus unterschiedlichster Herkunft und mit einer großen Bandbreite an Interessen und Erfahrungen, haben die Teilnehmer*innen eine je eigene emotionale, alltägliche Sicht auf die Werke und eröffnen damit vielfältige Perspektiven, die nun sichtbar gemacht werden sollen.

So betont Daniela Böttcher, Aufsichtsleiterin im Alten Museum, in Bezug auf die antike Statue eines Knaben: „Ich habe immer das Gefühl, den Kleinen muss man an die Hand nehmen und beschützen“. „Öl und Leinwand. Das ist alles einfach nur Material. Aber dann entsteht durch den Künstler mit diesen Materialien eine Seele“, bemerkt Gerard Janssen, Mitarbeiter am Infostand in der Gemäldegalerie, beim Betrachten eines Bildnisses von Velázquez. „Es erinnert mich an mein Zuhause, das ehemalige Jugoslawien, weil dort diese Gegenstände bis heute benutzt werden“ berichtet Amela Jusufovic beim Anblick einer sizilianischen Karre im Museum Europäischer Kulturen. So werden diverse Einblicke und emotionale Bindungen zu Werken deutlich, die vielen Besucher*innen entgangen wären.

Ausstellungsorte

In der sammlungsübergreifenden Ausstellungsintervention sind Werke in Dauerausstellungen in einer Auswahl, die vom Sicherheitspersonal getroffen worden ist, durch eine Markierung hervorgehoben. „Jeden Tag im Museum“ ist zu sehen im Alten Museum, in der Gemäldegalerie, im Museum Europäischer Kulturen, im Neuen Museum, im Pergamonmuseum und im Schloss Köpenick.

Beteiligte Sammlungen

Eine Ausstellungsintervention des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, der Antikensammlung, der Gemäldegalerie, des Kunstgewerbemuseums, des Museums Europäischer Kulturen, des Museums für Islamische Kunst und des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin.

Mit Beiträgen der Aufsichten Daniela Böttcher, Michael Buchholz, Thomas Burghardt, Azzad Ismail Dhif, Klaus Fritzsche, Volkmar Gauger, Wladimir Gluchow, Jochen H., Gerard Janssen, Amela Jusufovic, Simone K., Johanna Lange, Christiane Lehmert, Mathias Menzel, Alina-Diana Mindrila, Harmut Peters, Sylvia Pflüger, Christian Pischel, Thomas R., Ollha Savielieva, Volker Schmidt, Thomas S., Uwe Teßmann, Jeannette Wolf u. a.

Konzipiert von Lisa Botti und Catalina Heroven, in Zusammenarbeit mit Jill Praus, entwickelt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Weitwinkel. Globale Sammlungsperspektiven“ mit Unterstützung des Projekts „Diversität als Narrative, Diversität als Wirklichkeit“ am Museum für Islamische Kunst.

Das Projekt wird gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

Das Gemälde zeigt einen lächelnden nackten Knaben mit Flügeln in aufreizender Pose.
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders

Dauerausstellung

Kabinettschränkchen, Augsburg, um 1705
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Arne Psille

Dauerausstellung

Mschattasaal des Pergamonmuseums
© Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Dauerausstellung

Schreitender Löwe von der Prozessionsstraße, Babylon, Zeit König Nebukadnezars II., 604–562 v. Chr.
© Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum / Olaf M. Teßmer

Dauerausstellung

Das Foto zeigt eine Ansicht des Ausstellungsraumes. Links ist in einer Vitrine ein Kleid ausgestellt, rechts davon eine venezianische Gondel aufgebaut.
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia; CC NC-BY-SA

Dauerausstellung

Zu sehen ist: Büste der Königin Nofretete, Neues Reich, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten, Um 1340 v. Chr.
© Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / Jürgen Liepe

Dauerausstellung

Den Berliner Goldhut zieren verschiedene Kreisornamente, die als lunisolarer, d.h. auf Sonne und Mond basierenden Kalender verstanden werden können. Sie stehen für die Verbindung von Kult, Wissen und auch materiellem Reichtum.
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Claudia Plamp

Dauerausstellung

Büsten von Kleopatra (50-30 v. Chr) und Julius Cäsar (1-50 n. Chr.)
© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius

Dauerausstellung

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