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Interaktives Rom-Panorama freigeschaltet

09.09.2016
Alte Nationalgalerie

Im Zentrum der Kabinettausstellung in der Alten Nationalgalerie steht ein fünfteiliges Panorama von Rom, das der in Graz geborene Maler Friedrich Loos 1850 malte.

Das Panorama war ein bedeutendes, neues Kunstmedium des 19. Jahrhunderts und auch für Loos nicht unbekannt: Bereits in den 1820er-Jahren hatte er beim Panorama der Stadt Salzburg mitgearbeitet, dessen Landschaftspartien er übernahm. Für seinen Rundblick auf das antike Rom in Morgenbeleuchtung wählte Loos als erhöhten Standpunkt die Villa Mattei mit der Parkanlage des Monte Celio. Die detailgetreue Ausführung lenkt den Blick vom Garten der Villa über die antiken und mittelalterlichen Monumente weit hinaus in die Campagna.

Zusammen decken die fünf Gemälde einen Rundblick von 360° ab. Auf Basis der von Andreas Kilger fotografierten Werke ist nun eine Internetseite entstanden, dass die einzelnen Bilder als geschlossenes Panorama zeigt und weiterführende Informationen bietet.

Konzipiert und umgesetzt wurde die interaktive Online-Präsentation von Wolfgang Gülcker, der in ehrenamtlicher Arbeit bereits virtuelle Rundgänge durch das Bode-Museum und die beräumte Neue Nationalgalerie erstellt hat. Die Texte und Vergleichsabbildungen stammen überwiegend von Maria Obenaus, der Kuratorin der Ausstellung "Stadtlandschaft Rom. Ein 360° Panorama von Friedrich Loos". Wolfgang Gülcker hat darüber hinaus Inhalte zu den dargestellten Sehenswürdigkeiten ergänzt