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Der Mönch ist zurück. Die Restaurierung von Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ und „Abtei im Eichwald“

22.01.2016
Alte Nationalgalerie

Sonderpräsentation: 22. Januar – 22. Mai 2016

Die Restaurierung wurde ermöglicht durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Die Nationalgalerie verwahrt mit dem „Mönch am Meer“ und der „Abtei im Eichwald“ von Caspar David Friedrich das berühmteste Bilderpaar der deutschen Romantik. Mit einzigartiger Radikalität in der Komposition und Raffinesse in der Maltechnik thematisiert der Künstler das Verhältnis von Wissen und Glauben, Diesseits und Jenseits, Leben und Tod. Friedrich hat damit zwei ebenso einfache wie tiefgründige Bildformeln erschaffen, die Menschen bis heute weltweit ansprechen. Seit Clemens Brentanos und Heinrich von Kleists berühmten Interpretationen haben sie vielfache Deutungen und Verarbeitungen erfahren, von der Kunst über die Literatur bis hin zu Psychologie und Pressefotografie.

Caspar David Friedrich war jedoch bald nach seinem Tod 1840 weitgehend in Vergessenheit geraten und wurde erst auf der Wende zum 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Große Bedeutung kam hierbei der Nationalgalerie zu, die 1906 in der „Jahrhundertausstellung deutscher Kunst von 1775–1875“ insgesamt 35 Gemälde Friedrichs präsentierte und damit erstmals einem breiten Publikum wieder bekannt machte.

Ab dem 22. Januar 2016 sind die Gemälde „Mönch am Meer“ und „Abtei im Eichwald“ im Rahmen der Ausstellung "Der Mönch ist zurück" in der Alten Nationalgalerie zu sehen, bis zum 22. Mai 2016 ergänzt um die Sonderpräsentation zur Restaurierung.