Auftakt der Reihe „In Preparation“: Öffentliche Restaurierung von Rebecca Horns Installation „Raum des verwundeten Affen“

10.02.2020
Kulturforum

Die öffentliche Restaurierung von Rebecca Horns Installation „Raum des verwundeten Affen“ vom 16. März bis 17. Mai 2020 am Kulturforum bildet den Auftakt der Reihe „In Preparation“, mit der die Nationalgalerie Einblicke in die kuratorischen und restauratorischen Vorbereitungen von zentralen Werken für den Neubau am Kulturforum gewährt. Ein Besuch ist kostenfrei zu ausgewählten Terminen im Rahmen von Gesprächsveranstaltungen möglich, die laufende Restaurierung ist zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten in der unteren Sonderausstellungshalle einsehbar und über den Eingang zur Gemäldegalerie am Matthäikirchplatz erreichbar.

Die Installation „Raum des verwundeten Affen“

Die Künstlerin Rebecca Horn (*1944) schuf die Installation „Raum des verwundeten Affen“ für das von ihr mit initiierte Ausstellungsprojekt „Die Endlichkeit der Freiheit“, das im Herbst 1990 in Ost- und West-Berlin stattfand. Zu sehen waren Arbeiten im öffentlichen Raum von Künstler*innen wie Barbara Bloom, Hans Haacke, Ilya Kabakov und Via Lewandowsky. Horn konzipierte die kinetische, auf Bewegung und Interaktion beruhende Rauminstallation für ein Haus im Mauergrenzgebiet nahe dem Potsdamer Platz. Zentrale Elemente des Werks sind eine Papierschneidemaschine sowie elektrische Lichtblitze, die von der Decke zucken. 1996 wurde der „Raum des verwundeten Affen“ erstmals im Museum, im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, reinszeniert. Als symbolischer Kommentar zur Situation Berlins auf dem Weg zur deutschen Einheit ist dieses Schlüsselwerk der Sammlung der Nationalgalerie für den Neubau am Kulturforum vorgesehen.

Die Veranstaltungen zum Restaurierungsprojekt

Das Veranstaltungsprogramm anlässlich der Schaurestaurierung findet in der Sonderausstellungshalle am Kulturforum statt (erreichbar über den Eingang zur Gemäldegalerie am Matthäikirchplatz).

Rebecca Horns Rauminstallation „Raum des verwundeten Affen“ im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Die Endlichkeit der Freiheit“ (Berlin 1990) – Entstehung, Kontext und Funktionsweise

Dienstag, 17. März 2020, 19 bis 20:30 Uhr

  • Vortrag von Sarah Alberti, Kunsthistorikerin und Journalistin, Leipzig
  • Im Anschluss Gespräch: Sarah Alberti und Günter Fenner, Assistent von Rebecca Horn (1989/90), Leipzig
  • Moderation: Uta Caspary, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Nationalgalerie

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Kuratorische Visionen. Rebecca Horns Werke in den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin mit Blick auf den Neubau

Dienstag, 31. März 2020, 19 bis 20:30 Uhr

  • Gespräch: Sven Beckstette, Kurator an der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Jenny Graser, Kuratorin am Kupferstichkabinett und Michael Lailach, Kurator an der Kunstbibliothek.
  • Moderation: Alice Koegel, Ausstellungsleiterin und Kuratorin an der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Schulterblick

  • Donnerstag, 16. April 2020, 18 bis 19 Uhr und
  • Donnerstag, 7. Mai 2020, 18 bis 19 Uhr

Rundgang durch die temporäre Restaurierungswerkstatt mit Julia Giebeler, freie Restauratorin, Köln

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Restaurierung der Installation „Raum des verwundeten Affen“: Präsentation des Arbeitsprozesses und der Ergebnisse

Montag, 11. Mai 2020, 19 bis 20:30 Uhr

  • Vortrag von Julia Giebeler, freie Restauratorin, Köln.
  • Im Anschluss Gespräch: Julia Giebeler und Peter Weyrich, Assistent von Rebecca Horn.
  • Moderation: Eva Rieß, Restauratorin, Nationalgalerie

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Die Reihe "In Preparation"

Die dreiteilige Reihe von Schaurestaurierungen ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit, konkret in die kuratorischen und restauratorischen Vorbereitungen für den Neubau der Nationalgalerie am Kulturforum. Beginnend mit Rebecca Horns Rauminstallation, sollen im Laufe des Jahres 2020 zwei weitere für den Neubau vorgesehene Werke unterschiedlicher Gattungen aus der Sammlung öffentlich restauriert werden. Vorträge und Gesprächsrunden mit Expert*innen beleuchten das jeweilige Werk in seinem Kontext und in seiner Funktionsweise, öffentliche Rundgänge führen durch die temporäre Restaurierungswerkstatt.

Die Reihe „In Preparation“ wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.