„Netzwerk Besucher*innenforschung“ als Verein gegründet

14.09.2022
Institut für Museumsforschung

Nach zahlreichen Arbeitstreffen der Partner*innen der Gründungsinitiative und Workshops mit interessierten Stakeholdern sowie einer Auftaktkonferenz in der DASA Dortmund im Oktober 2021 konnte das „Netzwerk Besucher*innenforschung“ nun formell als Verein gegründet werden. Dafür trafen sich die Partner*innen der Gründungsinitiative am 29. August 2022 im Museum in der Kulturbrauerei in Berlin.

Viele Museen beschäftigt die Frage, wie sie ihre Besucher*innen noch besser erreichen, begeistern und langfristig binden können. Besucher*innenforschung bietet die Möglichkeit, Antworten auf diese Frage zu finden. Beobachten, Zuhören, Lernen – dieser Weg steht den Museen aller Sparten und Größen offen, und idealerweise erfolgt das im Austausch mit anderen. Auf diese Weise tragen die Museen dazu bei, dass die Gesellschaft sie als relevante und attraktive Institutionen wahrnimmt und ihre Angebote in vollem Umfang nutzt. Der Ende August in Berlin aus der Taufe gehobene Verein „Netzwerk Besucher*innenforschung“ setzt genau an dieser Stelle an.

Gemeinsam Publikums- und Besucher*innenforschung an Museen stärken

Besucher*innenforschung gehört zu den strategischen Zukunftsaufgaben der Museen, die nur im Netzwerk und im Austausch untereinander gelingen können. Eine der Initialzündungen für die Gründung eines bundesweiten Netzwerks war der 2019 erschienene Leitfaden des Deutschen Museumsbunds „Hauptsache Publikum! Besucherforschung für die Museumspraxis“. Das bundesweite „Netzwerk Besucher*innenforschung“ macht es sich nun zur Aufgabe, die Besucher*innen- und Publikumsforschung in den Museen langfristig zu stärken, zu einer breiten, wissenschaftlich fundierten Anwendung zu bringen und den Wissenstransfer zwischen Museen, Forschungseinrichtungen und Universitäten zu fördern.

Der Verein „Netzwerk Besucher*innenforschung e. V.“

Institutionelle Gründungsmitglieder des Vereins sind die Deutsche Arbeitsschutzausstellung Dortmund, der Deutsche Museumsbund, das Institut für Museumsforschung, die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, sowie die Leibniz-Forschungsmuseen Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz und Deutsches Museum München. Über persönliche Mitgliedschaften sind darüber hinaus die Stiftung Jüdisches Museum und das Hansemuseum Lübeck sowie der Landesverband der Museen in Berlin vertreten.

In den Vorstand gewählt wurden Gregor Isenbort, DASA (Vorsitzender), Dr. Patricia Rahemipour, Institut für Museumsforschung (stellvertretende Vorsitzende), Kathrin Grotz, Institut für Museumsforschung (Schatzmeisterin) sowie als Beisitzer*innen Christiane Birkert, Stiftung Jüdisches Museum, Dr. Simone Mergen, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik, Volker Schönert, VisitorChoice und David Vuillaume, DMB. Die Geschäftsführung des Vereins wird zunächst am Institut für Museumsforschung angesiedelt.

Weitere Informationen zum Verein und zur Mitgliedschaft werden in Kürze veröffentlicht. Wer bereits jetzt Fragen zu und Interesse an einer persönlichen oder institutionellen Mitgliedschaft hat, kann sich damit über die E-Mail-Adresse ifm@smb.spk-berlin.de an das Institut für Museumsforschung wenden.