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5. Tag der Provenienzforschung am 12. April 2023 bei den Staatlichen Museen zu Berlin

31.03.2023
Zentralarchiv

Am 12. April 2023 findet der internationale Tag der Provenienzforschung zum fünften Mal statt. Auch die Staatlichen Museen zu Berlin nehmen wieder daran teil und geben Einblicke in die Arbeit der Provenienzforscher*innen aus den Bereichen Europäische Kunst und Postkoloniale Provenienzforschung: Neben Führungen durch die Ausstellung „Die Kunst der Gesellschaft“ in der Neuen Nationalgalerie gibt es in Kooperation mit anderen Einrichtungen geführte Provenienzspaziergänge entlang der Straße Unter den Linden und die Online-Veranstaltung „Forschen und erinnern: Jüdische Sammler*innen im Fokus“.

Perspektivwechsel – Führung zu Provenienzforschung & Sammlungsgeschichte durch die Ausstellung „Die Kunst der Gesellschaft. 1900–1945. Sammlung der Nationalgalerie“ in der Neuen Nationalgalerie“

Auf einem Rundgang widmen sich der Kurator der Ausstellung Dieter Scholz und Sven Haase, Provenienzforscher für Europäische Kunst am Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin, Fragen zur Herkunft und den Biografien einzelner Kunstwerke, diskutieren historische Eigentumsverhältnisse und geben Einblicke in die Sammlungsgeschichte. Dabei werden Themen und Methoden der Provenienzforschung zum Bestand der Neuen Nationalgalerie an Werken aus der Ausstellung „Die Kunst der Gesellschaft. 1900–1945. Sammlung der Nationalgalerie“ exemplarisch vorgestellt, darunter Ludwig Kirchners „Potsdamer Platz“, der „Kopf aus Messing“ von Rudolf Belling oder die Ikone der Goldenden Zwanziger: Christian Schads „Sonja“.

Wann: 12. April 2023, 14 und 16 Uhr (Dauer: ca. 90 Minuten)
Wo: Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
Wer: Dieter Scholz (Kurator der Ausstellung), Sven Haase (Provenienzforscher Europäische Kunst)
Anmeldungen: Führung um 14 Uhr, Führung um 16 Uhr

Führungen #Spurensuche – Ein Provenienzspaziergang durch Berlin

Die Staatsbibliothek zu Berlin gestaltet gemeinsam mit der Akademie der Künste, dem Deutschen Historischen Museum, dem Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin und der Zentral- und Landesbibliothek ihren Beitrag zum 5. Internationalen Tag der Provenienzforschung. Es werden vier geführte Provenienzspaziergänge angeboten, die auf unterschiedlichen Routen entlang der Straße Unter den Linden auf die noch sichtbaren Reste der NS-Herrschaft und die Schicksale von verfolgten Menschen und Institutionen im heutigen Berliner Stadtbild hinweisen. Dabei geben Provenienzforscher*innen in den Kulturinstitutionen Einblicke in ihre anspruchsvolle, spannende und facettenreiche Arbeit.

Wann: 12. April 2023, 10, 13, 15 und 17 Uhr (Dauer: jeweils ca. 60 Minuten)
Wo: Details zu den unterschiedlichen Routen. Die jeweiligen Treffpunkte entnehmen Sie bitte der ZLB-Website.
Wer: Professionelle Stadtführer und Provenienzforscher*innen der Einrichtungen
Anmeldung: Bitte melden Sie sich online an.

Online-Veranstaltung „Forschen und erinnern: Jüdische Sammler*innen im Fokus“ des Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK)

Derzeit beschäftigen sich mehrere Projekte damit, das Leben jüdischer Sammler*innen, die ab 1933 Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung wurden, sichtbar zu machen: Das Erinnerungsprojekt der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen „Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten“ erzählt gemeinsam mit den Rundfunkanstalten rbb und BR anhand von Restitutionsfällen vom nationalsozialistischen Kunstraub. In der Forschungsdatenbank Proveana des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste baut gezielt Datenbestände zu jüdischen Sammler*innen auf. Das Jewish Digital Cultural Recovery Project (JDCRP) veröffentlichte eine Liste mit den Namen von mehr als 2.100 jüdischen Sammler*innen und erinnert damit an die europäische Dimension des NS-Raubs.

In einer gemeinsamen Veranstaltung werden die unterschiedlichen Projekte vorgestellt. Es sind oftmals unbekannte Namen, auf die die Provenienzforscher*innen bei ihrer Arbeit stoßen. Hinter jedem Namen aber steht das Schicksal eines Menschen und ganzer Familien. Die Diskussion soll der Frage nachgehen, wie Forschungsergebnisse für Vermittlungs- und Erinnerungsprojekte nutzbar gemacht werden können. Weitere Informationen.

Mit Ihrer Anmeldung und der Teilnahme erlauben Sie dem Veranstalter, die Veranstaltung aufzuzeichnen und für die Öffentlichkeitsarbeit und die Dokumentation zu nutzen (§ 22 KunstUrhG). Der Veranstalter erhebt, verarbeitet und nutzt Ihre personenbezogenen Daten im Rahmen der Wahrnehmung der satzungsgemäßen Aufgabe des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste.

Wann: 12. April 2023, 17 Uhr
Wo: Videokonferenz über Webex
Wer: Sabrina Werner (DZK), Anna Valeska Strugalla (BStGS), Anke Lünsmann (SPK), Steffen Prell (RBB), Deidre Berger (JDCRP), Moderiert von Andrea Baresel-Brand (DZK)
Anmeldung: Bitte bis zum 11. April 2023 via E-Mail an veranstaltungen[at]kulturgutverluste.de. Die Teilnehmer*innen erhalten die Zugangsdaten am Tag der Veranstaltung.

Provenienzforschung auf Twitter

Wer am 12. April 2023 am Tag der Provenienzforschung, aber auch darüber hinaus über die Provenienzforschung der Staatlichen Museen zu Berlin auf dem Laufenden bleiben möchte, verfolgt den Twitter-Account des Provenienzforschungsteams Dahlem: Postcolonial Provenance Research Dahlem @PPR_SMB.

Tag der Provenienzforschung

Der Tag der Provenienzforschung ist eine Initiative des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V., der über 400 Wissenschaftler*innen und Expert*innen weltweit vernetzt, die sich der Erforschung der Herkunft von Kulturgütern widmen. Auf Twitter wird der Hashtag #TagderProvenienzforschung den Aktionstag begleiten.