Das Fenster zur Natur und Kunst

Eine historisch-kritische Aufarbeitung der Brandenburgisch-Preußischen Kunstkammer

Die einst im Berliner Schloss beheimatete Kunstkammer war der Ursprung der Museumslandschaft dieser Stadt. In dieser Sammlung, die vom 16. bis weit ins 19. Jahrhundert hinein existierte, waren Objekte der Natur, Kunst und Wissenschaft vereint. Heute sind viele der vormals der Kunstkammer zugehörenden Objekte über zahlreiche Museen Berlins verteilt. Das DFG-Projekt, bei dem die Staatlichen Museen zu Berlin mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin kooperieren, hatte zum Ziel, diese Sammlung und die Wege ihrer Objekte bis in die heutigen Museen zu erforschen.

Die Geschichte der Berliner Kunstkammer wurde dabei aus der Objektbiographie heraus entwickelt: In welcher Weise gelangten die Objekte in die Sammlung? In welchen Kontexten standen sie vor ihrem Eingang in die Berliner Kunstkammer? Auf welche Weise wurden sie in der Sammlung in immer wieder neue taxonomische, narrative, räumliche, inszenatorische sowie nutzungsbezogene Zusammenhänge gestellt? Wie gestaltete sich ihr Eingang in die ab dem 19. Jahrhundert entstehenden Museen? Und welche Bedeutungszuweisungen gingen mit diesen Prozessen einher?

Die Ergebnisse des Projekts sind in verschiedenen Formaten bereitgestellt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „WEITWINKEL Globale Sammlungsperspektiven“ entstand eine Ausstellungsintervention mit dem Titel „Objektwege“, die auch als virtuelle Ausstellung zur Verfügung steht.

Im Dezember 2022 erschien die umfassende Publikation „Die Berliner Kunstkammer. Sammlungsgeschichte in Objektbiografien vom 16. bis 21. Jahrhundert. Hrsg. Von Marcus Becker, Eva Dolezel, Meike Knittel, Diana Stört, Sarah Wagner für die Humboldt-Universität zu Berlin, das Museum für Naturkunde. Petersberg 2022.

Ebenfalls im Dezember 2022 wurde die Onlineplattform berlinerkunstkammer.de freigeschaltet.


Kooperationspartner: Humboldt-Universität zu Berlin (Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik), Museum für Naturkunde Berlin (Humanities of Nature)
Projektträger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Wissenschaftliches Team: Dr. Eva Dolezel (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Annika Thielen (Studentische Hilfskraft)
Prof. Dr. Michael Eissenhauer (Projektleitung), Dr. Angela Fischel (Projektkoordinatorin),
Laufzeit: November 2018 bis Dezember 2022