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Metamorphosen. Neue Forschungen zum romanischen Turmreliquiar aus der Sammlung Hüpsch im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Symposion im Bode-Museum, Museumsinsel Berlin am 24. und 25.11.2011

24.11.2011
Bode-Museum

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Am Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin sind von 1989 bis 1994 das Kuppelreliquiar aus dem Welfenschatz im Bestand der eigenen Sammlung, in den Jahren 2005 und 2006 das eng verwandte Werk aus Hochelten aus dem Londoner Victoria and Albert Museum sowie seit 2007 das Turmreliquiar aus der Sammlung Hüpsch im Hessischen Landesmuseum Darmstadt gründlich konservatorisch bearbeitet und dabei eingehend wissenschaftlich untersucht worden.

Für drei herausragende Hauptwerke romanischer Goldschmiedekunst Kölner Provenienz liegen damit unmittelbar vergleichbare Befunde vor.

Eine besondere fachliche Herausforderung stellte die Restaurierung des vielfach umgebauten und stark beschädigten Eichenholzkerns des Darmstädter Turmreliquiars dar. Speziell für derartige konservatorische Maßnahmen besteht auf Grund langjähriger Erfahrungen an vergleichbaren Werken in den Restaurierungswerkstätten des Berliner Kunstgewerbemuseums eine besondere Expertise, welche bei der im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt und den Staatlichen Museen zu Berlin erfolgten Instandsetzung des Darmstädter Reliquiars genutzt werden konnte.

Die Arbeiten am Darmstädter Turmreliquiar konnten jüngst abgeschlossen werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse über Techniken und Konstruktionen, über das Zusammenwirken der verschiedenen an der Herstellung beteiligten Gewerke und zur Entstehungs-, Nutzungs- und Restaurierungsgeschichte sowie zum Stil des Werkes stehen im Mittelpunkt des vom Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin und dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt veranstalteten Symposions.

Rechtzeitig zur Tagung kann das um 1200 entstandene Darmstädter Turmreliquiar bis auf weiteres im Rahmen der Sonderausstellung "Schätze des Glaubens" im Bode-Museum gezeigt werden, wo es in unmittelbarer Gegenüberstellung mit dem Kuppelreliquiar aus dem Welfenschatz und dem Oswald-Reliquiar aus dem Hildesheimer Domschatz einen spektakulären Höhepunkt sakraler Schatzkunst des hohen Mittelalters bildet, der in dieser Konstellation einmalig bleiben wird.

Diese Veranstaltung ist öffentlich, außer dem Museumsticket wird kein gesonderter Eintrittspreis erhoben.