Traum und Trauma
Wiedereröffnung der Teppichsäle im Museum für Islamische Kunst

27.10.2018 until further notice
Pergamonmuseum

Teppiche islamischer Kulturen sind aus der europäischen Kulturgeschichte nicht wegzudenken. Als Zeugnisse des kontinuierlichen kulturellen Austauschs zwischen Europa und dem Nahen und Mittleren Osten, bilden sie auch einen Schwerpunkt in der Dauerausstellung des Museums für Islamische Kunst. Durch eine Neueinrichtung der Ausstellungssäle laden die farbenprächtigen Teppiche nun dazu ein, Herkunft und Historie der Sammlung mit allen Sinnen zu erfahren und einen Blick auf die aktuelle Arbeit mit den Teppichen zu werfen.

Die Ausstellung zeigt einige der ältesten Sammlungsstücke. Sie stammen aus dem ehemaligen Besitz des Museumsgründers, Wilhelm von Bode. Sein Interesse an der Islamischen Kunst als eigenständige und der europäischen gleichwertigen Kunstform war der Ursprung einer Sammlung, die bis heute Seltenheitswert hat, darunter Teppiche aus der heutigen Türkei, dem Iran und dem Kaukasus.

Erstmalig werden nun auch Teppiche gezeigt, die im Bombenhagel auf Berlin 1945 Brandschäden erlitten haben. Die Vernichtung bedeutender persischer Teppiche in diesem Jahr war ein schwerwiegender Sammlungsverlust. Eines der Fragmente ist der persische Tierteppich aus dem 16. Jahrhundert, der 1904 als erstes Kunstwerk unter der Nummer „I. 1“ inventarisiert wurde. Sehr charakteristisch ist auch der kaukasische Drachenteppich aus dem 16. Jahrhundert, der über seine gesamte Länge von sechs Metern Brandspuren aufweist. Eine Duftstation mit einem eigens kreierten Geruch, der an verkohlte Wolle, Brandbomben und Chemikalien erinnert, bringt die Verluste dieser Zeit nahe. Und an Modellen zur Knüpftechnik können Besucherinnen und Besucher in Berührung mit den Knoten kommen.

Die Maßnahmen zum Erhalt der Teppichsammlung in der Nachkriegszeit werden den heutigen Arbeiten nach aktuellen konservierungsethischen und wissenschaftlichen Ansprüchen gegenübergestellt.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Alwaleed Philantrophies.

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Vasen-Teppich, Persien, um 1600, Wolle
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Johannes Kramer

Thu 24.01.2019 06:00 pm
Pergamonmuseum
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More Dates : Thu 07.03.2019   Thu 18.04.2019  

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During the current stage of renovations, the hall containing the Pergamon Altar is due to remain closed to the public until 2023. The north wing and the gallery of Hellenistic art are also affected by the closure. The South Wing of the Pergamonmuseum, featuring the Market Gate of Miletus, the Ishtar Gate and Processional Way from Babylon, and the Museum of Islamic Art, remains unaffected and is open to the public during this time.
At the moment the finds from Uruk and Habuba Kabira as well as the rooms with babylonian and ancient iranian monuments are not accessible to the public.

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