Paul Etienne Lincoln. The Metropolis of Metaphorical Intimations
WerkRaum. 13

28.02.2003 to 21.04.2003

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

In Zusammenarbeit mit dem MD Berlin. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die American Center Foundation, die Henry Moore Foundation und den DAAD.

Als Prolog zu der von der Nationalgalerie und dem MD Berlin geplanten Ausstellung "Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst" präsentiert der Hamburger Bahnhof die beiden künstlerischen Forschungsprojekte "New York - New York" und "Berlin - Projekt" des britischen Künstlers Paul Etienne Lincoln. Lincoln lebt seit 1986 in New York. Seine komplexen Installationen bestehen aus Maschinen, Apparaten und Objekten, die zwischen Versuchsanordnung in einem alchemistischen Labor und enzyklopädischem Kuriositätenkabinett oszillieren. Sie fungieren einerseits als visuelles Archiv rationalen Wissens, andererseits als Bühne eines interdisziplinären, unterhaltsamen Spektakels. In der scheinbar wissenschaftlich fundierten, letztlich jedoch absurden Funktionsweise der Maschinen vereint sich der Geist der "Junggesellenmaschinen" mit dem aufklärerischen Geist des 18. Jahrhunderts, der eine Experimentalkunst förderte, in der Maschinen und Apparate eine Hauptrolle spielten.

"New York - New York" ist eine Metapher für das 'elektrifizierte Saeculum' mit dem Generator als Ikone des an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert einsetzenden Booms der Elektroindustrie. Darüber hinaus ist das Kunstwerk eine poetische Allegorie jener Stadt, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Stadt der Zukunft galt. Für das "Berlin - Projekt" liefert die Biotechnologie den geistigen Rahmen. Hier dreht sich alles um die unsichtbaren Verbindungen zwischen Materiellem und Immateriellen, ohne die unser Leben gar nicht möglich wäre: Zucker - Proteine - DNA.