MODE Thema MODE 2026
„Berlin ist Mode!“, hieß es 1927. „Modekünstler*innen“ waren Stars, Couturehäuser begeisterten mit visionären Entwürfen. Die Presse schrieb, ihre Namen würden »so populär in den Mund genommen, als handle es sich nicht um Modehäuser, sondern um Filmstars oder Bühnenlieblinge«. Nach dem 30. Januar 1933 war nichts mehr wie zuvor. Bewunderte Designer*innen galten nun als Paria. Die Nationalsozialist*innen verfolgten sie als Juden und Jüdinnen, Homosexuelle und Demokrat*innen, nahmen ihnen ihre bürgerliche Existenz, ihre Firmen, ihr Leben. Ein Verlust, der bis heute nachwirkt. Die Geschichten von Joe Strassner, Erna Becker, Clara Boehm oder Richard Goetz stehen beispielhaft für die Zerstörung der Berliner Modewelt, zeugen von bewegenden Schicksalen, brutaler Verfolgung bis hin zu neuen Erfolgen in der Emigration.
Referentin: Gesa Kessemeier, Berlin
Kostenfrei. Keine Anmeldung erforderlich.
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