Zierrat und Zunge: Bucheinbände aus der islamischen Welt

13.12.2013 bis 16.03.2014
Pergamonmuseum

Die Buchkunst gehört in der islamischen Welt zu den angesehensten Bereichen künstlerischer Betätigung. Ausgehend von der großen Bedeutung des Wortes, gleichsam als Träger der Offenbarung im Koran, führte das Vermeiden bildlicher Darstellungen zu einer überragenden Rolle von Schrift und Ornament in der islamischen Kunst. Doch nicht nur der Buchtext selbst wurde durch die Kunst des schönen Schreibens (Kalligraphie) und die Ausschmückung (Illumination) mit Verzierungen und Miniaturen gestaltet, sondern auch die Herstellung des Bucheinbandes und seines Dekors waren wichtige Teile der Buchkunst.

Im Unterschied zum europäischen besteht der islamische Einband in der Regel nicht nur aus den beiden Buchdeckeln, die durch den Buchrücken miteinander verbunden sind. An den unteren Deckel sind ein Steg und eine Klappe angefügt, letztere wird auf arabisch "Zunge" (لسان) genannt. Die Außenseite der Zunge ist meist als Ausschnitt oder in enger Anlehnung an das Muster der Deckel gestaltet.

Der großformatige Deckel eines mamlukischen Ledereinbandes mit wundervollem geometrischem und kalligraphischem Schmuck gehört zur Dauerausstellung. Die Vielfalt der Gestaltung von Bucheinbänden wird in der Sonderausstellung anhand weiterer ausgewählter Beispiele gezeigt. Sie lassen die Zusammenhänge mit den zeitlichen und regionalen Stilen ebenso deutlich werden wie die Bezüge zu anderen Bereichen der islamischen Kunst. Außerdem illustrieren einige Darstellungen mit Büchern aus der reichen Sammlung des Museums an indischen Albumblättern der Mogulzeit die Bedeutung der Buchkunst.

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