Karl Friedrich Schinkel, Die Zauberflöte, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, Entwurf zur Dekoration, Die Sternenhalle der Königin der Nacht, Detail / Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Karl Friedrich Schinkel, Die Zauberflöte, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, Entwurf zur Dekoration, Die Sternenhalle der Königin der Nacht, Detail / Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Wols - Druckgraphik
Zum 100. Geburtstag des Künstlers

30.07.2013 bis 08.09.2013
Neue Nationalgalerie

Der vor 100 Jahren in Berlin geborene Alfred Otto Wolfgang Schulze, der sich seit 1937 Wols nennt, war ein autonomer Grenzgänger zwischen dem späten Surrealismus und der gestischen Malerei des Informel.

Als Wols am 1. September 1951 in einem Pariser Hotelzimmer stirbt, hat er ein bewegtes Leben hinter sich, das sich nach kurzem Fotografiestudium in Dresden seit den 1930er Jahren vor allem in Frankreich abspielt. Hierzu gehören während des Zweiten Weltkriegs Phasen der Verfolgung als deutscher Kriegsdienstverweigerer, der Internierung und der Flucht. Nach dem Krieg freundet er sich mit dem Philosophen Jean-Paul Sartre an und hat in Paris erste Ausstellungen.

Wols´ künstlerisches Schaffen umfasst neben Malerei, Fotografie und Zeichnung auch druckgraphische Arbeiten. Wie die hier vorgestellten 23 Werke bezeugen, sind es zumeist Kaltnadelradierungen. Sie werden zwischen 1948 und 1950 in geringer Auflage angefertigt und teilweise zur Illustration von Büchern verwendet. Die meisten Abzüge, darunter die hier ausgestellten, entstehen allerdings erst 1955. Verlegerin ist Gréty Wols, die Witwe des Künstlers.

Die mit der Kaltnadel in das Kupfer geritzten, meist extrem kleinformatigen Radierungen zeichnen sich durch miniaturhafte, fragile und doch entschiedene Liniensetzungen aus. Jedes Werk entfaltet einen Mikrokosmos von eigener Poesie und eröffnet ganz neue Welten. Assoziationen an Formen der Natur, an Architektonisches und Organisch-Figuratives stellen sich ein. Diese können den Reichtum der mit Präzision und Spontaneität entwickelten Liniengebilde aber nur teilweise erfassen. Dies gilt auch für die Werktitel, die eine spätere Zugabe sind.

Die Radierungen sind eine Schenkung des Künstlers Heinz Trökes, der wie Wols 1913 geboren wurde. 1995 übereignete Trökes, der 1997 in Berlin starb, dem Kupferstichkabinett 21 seiner Skizzenbücher sowie 34 Kaltnadelradierungen von Wols. Die beiden hatten sich 1949 in Paris kennen gelernt. Bereits 1976 gelangte Trökes´ "Wamelner Folge" ans Kupferstichkabinett, aus der in der Ausstellung als "Ouvertüre"" zu den Wols-Arbeiten eine Auswahl an fünf Radierungen gezeigt wird.

Eine Ausstellung des Kupferstichkabinetts im Kabinett der Neuen Nationalgalerie im Rahmen der Ausstellung "Der geteilte Himmel. Die Sammlung. 1945-1968"

Montaggeschlossen
Dienstag10 bis 20 Uhr
Mittwoch10 bis 20 Uhr
Donnerstag10 bis 20 Uhr
Freitag10 bis 20 Uhr
Samstag10 bis 20 Uhr
Sonntag10 bis 20 Uhr
Hinweis: Die verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr gelten für die Ausstellungen „Christian Marclay. The Clock“, „Max Ernst bis Dorothea Tanning“, „Gerhard Richter“ und den Amerikanersaal der Sammlungspräsentation „Zerreißprobe“. Die anderen Säle der „Zerreißprobe“ und „Christoph Schlingensief“ sind weiterhin jeden Tag bis 18 Uhr geöffnet.

Hinweis: Der „Birkenau“-Zyklus (2014) wird vorübergehend nicht in der Neuen Nationalgalerie zu sehen sein, da er bis zum 2. März 2026 in der Fondation Louis Vuitton in Paris ausgestellt wird.

Eingang für Besuchende

Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

U-Bahn: Potsdamer Platz
S-Bahn: Potsdamer Platz
Bus: Potsdamer Brücke, Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße, Kulturforum, Philharmonie

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
Fragen | Buchung | Feedback